Lei lossn oder Letzte Generation der Kärntner Seele?
Was bleibt, wenn die Erinnerungslücken der Geschichte auf die Fragen der Gegenwart treffen?
Mit überdimensionalen Requisiten, einer Götterbotin (MAGDA KROPUINIG), einem Chor (ALEKSANDER TOLMAIER, LUDWIG MICHAEL), dem Chronisten und Seher Koryphaios (DIETMAR PICKL), der zwar abwesenden, aber doch allgegenwärtigen Frau Hitler (JULIA JOSEFINE URAK) und einem Magier der Töne (MARTIN SADOUNIK) entfaltet sich eine allegorisch verdichtete Inszenierung über Schuldabwehr, Selbsttäuschung und Verantwortung.
Ernst im Thema, respektlos im Zugriff und ausdrücklich nicht ohne Hoffnung: eine Einladung, Verantwortung zu übernehmen, ohne die Freude am Spiel zu verlieren.
Text, Regie, Ausstattung: eine Gemeinschaftsproduktion des Kollektivs Urangst mit Vergnügen (KLAUS SCHÖNBERGER, MICHAEL WATZENIG, JOHANNA STEINDL, SARAH MATTITSCH und ENSEMBLE)
Produktion:
Urangst mit Vergnügen, Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens (VAKÜ), Verein Innenhofkultur
im Rahmen des Klagenfurt Festivals 2026
Vollpreis: 25€
Kelag Plus: 20€
Ermäßigt – Studierende, Schüler:innen, unter 30: 15€
Online unter: https://www.vakueklagenfurt.at/urangst-mit-vergnuegen/
Per Mail an: office@vakueklagenfurt.at
Oder SMS an: +43677 63494156

Was bleibt, wenn die Erinnerungslücken der Geschichte auf die Fragen der Gegenwart treffen?
Zwischen Buschenschank-Idylle und den Schatten von 1938 seziert das Kollektiv Urangst mit Vergnügen die Kärntner Seele. Im Garten der Villa For Forest entsteht ein bild- und sprachgewaltiges Theaterereignis über die Kunst des Verdrängens, des Verhüllens und des Sich-selbst-Belügens – und über die radikale Suche nach einer besseren Zukunft. Eine allegorische Seelenschau jenseits von Selbstmitleid und Verantwortungslosigkeit.
Ausgangspunkt ist der 5. April 1938, als Kärntner:innen vor dem Balkon des Hotels Sandwirth in Klagenfurt Adolf Hitler zujubelten. Im Stück wird diese historische Szene zum Ursprungsmythos: Ein mythisches Karawanken-Pantheon verhängt sieben Plagen und stellt ein Ultimatum. Wird den Weissagungen des Orakels Obirion nicht gefolgt, bleibt Zeit bis 2027 – danach droht die Auslöschung durch den Meteorit Karantor.







