Wolfgang Puschnig & Koehne Quartett – SONGS WITH STRINGS | Villa For Forest

Datum: Mi, 02.08.2023 um 20:00
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt

JOANNA LEWIS Violine
ANNE HARVEY-NAGL 
Violine
LENA FANKHAUSER 
Bratsche
MELISSA COLEMAN 
Violoncello
WOLFGANG PUSCHNIG reeds
Eintritt: € 26 | € 13

AUS: https://oe1.orf.at/artikel/647119/Songs-with-Strings-Neuland-fuer-Wolfgang-Puschnig
Kulturjournal | 27 06 2018

KOEHNE QUARTETT
„Songs with Strings“ – Neuland für Wolfgang Puschnig
„Für mich war das Neuland“, sagt Wolfgang Puschnig über sein jüngstes Projekt. Puschnig hat über die Jahre mit Joe Zawinul, Carla Bley oder Ernst Jandl zusammengearbeitet. Er hat das Vienna Art Orchestra mitbegründet und in Konzerten schon einmal ein Vokaltrio aus Simbabwe mit einem Männerchor aus Kärnten zusammengebracht. Erstmals hat sich der 62-Jährige jetzt mit einem Streicherquartett zusammengetan, dem auf zeitgenössische klassische Musik spezialisierten Koehne Quartett.

Ein gemeinsamer Klang als Ziel

Als homogener Klangkörper präsentieren sich Wolfgang Puschnig und das Koehne Quartett auf „Songs with Strings“. Es ist weniger ein Dialogisieren wie man es aus den vielen Duoprojekten Puschnigs kennt, denn eine gemeinsame Stimme, die sich aus Notengeflechten und geschichteten Instrumentalfarben formt.

„Ich wollte, dass das nicht getrennt rüberkommt. Nicht, dass man da das Streichquartett hat, das einen Teppich ausbreitet und auf dem man sich dann als Solist produziert. Das sollte ein gemeinsamer Klang sein“, so Wolfgang Puschnig: „Und daraus ergibt sich dann noch das Extra-Vergnügen für mich, dass ich mich da nicht wichtigmachen muss, sondern einfach nur für das Klangbild spielen kann.“

Von Kärnten bis Seoul

Bildhaft ist „Songs with Strings“, eine Musik die oft Geschichten zu erzählen scheint und immer wieder auf frühere Projekte Puschnigs verweist, etwa auf die Zusammenarbeit mit dem koreanischen Perkussionsensemble SamulNori und seine Zeit in Seoul. 2017 gab es den ersten gemeinsamen Auftritt mit dem Koehne Quartett beim Jazzfestival Saalfelden und nach mehreren Studiosessions ist auch das erste gemeinsame Album bereit für die Veröffentlichung: „Songs with Strings“ soll im Laufe des Sommers erscheinen, diesen Freitag wird es vorab im Wiener Jazz Club Porgy & Bess präsentiert.

Am Anfang sei einfach nur der Wunsch gewesen, einmal mit einem Streichquartett zu spielen, so der 62-jährige Musiker: „Ich habe immer schon einen Hang zum Lyrischen gehabt und mit dem Klangraum eines Streichquartetts bekommt das natürlich noch einmal eine andere Dimension.“

„Das sind ja schließlich Lieder“

Die Idee eines Klangbildes, so Puschnig, in dessen Zentrum jetzt immer wieder die Stimme von Svitlana Varava platziert wird. Der Gesang nicht nur als zusätzliche Klangfarbe mit instrumentalem Charakter, sondern fast traditionell eingeflochtene Melodien: „Das Ganze heißt ja auch ‚Songs with Strings‘, und das sind natürlich Lieder, auch wenn instrumental ausgebreitet und oft darüber improvisiert wird“, merkt Puschnig an und spricht vom Gesang als seiner alten Liebe: „Ich hätte ja eigentlich am liebsten gesungen, es hat sich halt anders ergeben.“

„Part 1“ steht auf dem Albumcover von „Songs with Strings“. Auf Teil zwei, der bereits aufgenommen ist und 2019 erscheinen soll, wird die Besetzung wie beim Auftritt im Rahmen des Jazzfests Saalfelden noch um eine Rhythmusgruppe bestehend aus Bass und Schlagzeug erweitert.

Ausflüge in andere musikalische Gefilde

Wolfgang Puschnig, bei dem die improvisierten Parts in der Regel überwiegen, hat sich für dieses Projekt gewissermaßen an den Schreibtisch gesetzt. Denn auch wenn Freiräume für Improvisation geblieben sind, sind die einzelnen Kompositionen doch Großteils ausgeschrieben. „Ich bin in das Notenschreiben nach und nach mehr hineingewachsen. Wir haben live gespielt, sind ins Studio gegangen, dann kam Saalfelden, dann wieder das Studio. Das waren für mich alles Erfahrungswerte. Und da ich ja nicht dem Stress ausgesetzt war, mich als großer Komponist verewigen zu müssen, hab ich ganz locker an die Sache herangehen können.“

Zuletzt hat Puschnig auch mit dem Ensemble 20. Jahrhundert zusammengearbeitet und als eines der nächsten Projekte steht eine Zusammenarbeit mit einem klassischen Bläserquintett im Raum: „Ich bin ein bisschen in den Klang hineingekippt. Ich kann mir den Luxus leisten, immer wieder Ausflüge in andere Klanggefilde zu machen. Da bin ich sehr dankbar dafür.“


Das Quartett
Das Koehne Quartett, 1987 gegründet von Joanna Lewis, zählt zu den überragenden Interpreten zeitgenössischer Musik in Mitteleuropa. Das Repertoire des Quartetts spannt einen großen musikalischen Bogen von klassischen Komponisten für Streichquartett bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Von Beginn an suchte das Quartett vor allem die enge Zusammenarbeit mit den Komponisten, deren Musik es spielt, um eine möglichst hohe authentische und lebendige Interpretation ihrer Werke zu erreichen.

Was mit Werken Graeme Koehnes – einem der renommiertesten und facettenreichsten Komponisten Australiens – begann, setzt sich seither konsequent mit österreichischen Zeitgenossen wie Friedrich Cerha, Kurt Schwertsik, Francis Burt, Thomas Pernes, Gerd Kühr, Thomas Larcher oder Wolfgang Liebhart fort. Dieses Arbeitsprinzip des Koehne Quartetts, musikalisches Neuland gemeinsam mit dem Komponisten zu betreten, wurde durch die Teilnahme an Meisterklassen beim Alban Berg Quartett (Günter Pichler), dem Amadeus und dem Brodsky Quartett, bei Hatto Beyerle und György Kurtág wesentlich beeinflusst.

Darüber hinaus arbeitet das Koehne Quartett auch regelmäßig mit internationalen Jazzmusikern wie Dave Liebman, Wayne Horvitz, Peter Herbert, Anthony Braxton, Georg Graewe, Max Nagl und Otto Lechner und mit Künstlern aus der Weltmusik wie Marcel Khalife, Marwan Abado und Dhafer Youssef.

Termine

morgen um 19:00

OLTA ZACH 3.0 | Vernissage | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Die Ausstellung Olta Zach 3.0: Andere Ansichten, die vom 14.01. bis 18.02. in der Villa For Forest zu sehen ist, bietet Jungkünstler*innen aus dem Raum Kärnten eine neue Ausstellungsfläche, um ihre Kunst zu präsentieren. Mit dieser Ausstellung, die eine Kooperation zwischen den Kunst- und Kultur-vereinen „IWA“ und „Innenhofkultur“ ist, sollen junge Künstler*innen mit ihren anderen Ansichten in den Mittelpunkt gestellt werden. Es werden primär Werke aus den Bereichen Malerei und Fotografie ausgestellt.
Das Hauptziel dieser Ausstellung ist es, jungen Künstler*innen eine Plattform zu bieten. Insgesamt sind Werke von 20 Personen zu sehen. Am 14.01. findet die Vernissage statt. Es ist bereits das dritte Mal, dass eine Ausstellung in dieser Form stattfindet. In dieser Ausstellung sollen die Blickwinkel junger Künstler*innen auf die Welt gezeigt werden, die man sonst nicht zu sehen bekommt – ihre an-deren Ansichten.
übermorgen um 20:00

DEMIURG | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Demiurg ist ein zeitgenössisches Theaterstück über Kontrolle, Entfremdung und Selbstverlust im Zeitalter digitaler Dauerablenkung.
Ein Mensch – eingeschlossen in einem gläsernen Schaukasten – steht einem allmächtigen Demiurgen gegenüber, der ihn beobachtet, provoziert und manipuliert.
Zwischen beiden entspinnt sich ein existenzielles Duell über Freiheit, Selbstbestimmung und den Preis der Betäubung durch Technik, Routine und Medien.
Was bleibt, wenn alle Ablenkung verstummt?
Ein Stück über die Zerbrechlichkeit des modernen Selbst – zwischen Voyeurismus, Kontrollwahn und der Sehnsucht, wieder zu fühlen.

Konzept, Regie & Produktionsleitung: Michael Watzenig, Johanna Steindl
Schauspiel: Anja Knafl, Robert Grießner
Text: Michael Watzenig
Bühne & Kostüm: Johanna Steindl

Tickets online unter: https://www.kaernten.live/vakue
per Mail an: vakue.office@gmail.com
oder per SMS an: +43677 63494156
Kartenpreise: 25€ / 12€ ermäßigt
am Fr, 16.01.2026 um 20:00

DEMIURG | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Demiurg ist ein zeitgenössisches Theaterstück über Kontrolle, Entfremdung und Selbstverlust im Zeitalter digitaler Dauerablenkung.
Ein Mensch – eingeschlossen in einem gläsernen Schaukasten – steht einem allmächtigen Demiurgen gegenüber, der ihn beobachtet, provoziert und manipuliert.
Zwischen beiden entspinnt sich ein existenzielles Duell über Freiheit, Selbstbestimmung und den Preis der Betäubung durch Technik, Routine und Medien.
Was bleibt, wenn alle Ablenkung verstummt?
Ein Stück über die Zerbrechlichkeit des modernen Selbst – zwischen Voyeurismus, Kontrollwahn und der Sehnsucht, wieder zu fühlen.

Konzept, Regie & Produktionsleitung: Michael Watzenig, Johanna Steindl
Schauspiel: Anja Knafl, Robert Grießner
Text: Michael Watzenig
Bühne & Kostüm: Johanna Steindl

Tickets online unter: https://www.kaernten.live/vakue
per Mail an: vakue.office@gmail.com
oder per SMS an: +43677 63494156
Kartenpreise: 25€ / 12€ ermäßigt
am Di, 20.01.2026 um 20:00

Jazz Vocal Night “What about the Verse” | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Jazz Vocal Night
“What about the Verse”

Herzlich willkommen zu einem besonderen Abend voller musikalischer Entdeckungen!

Heute Abend präsentieren die talentierten Studierenden der Jazz Vocal Klasse von Caroline de Rooij ihre einzigartigen Interpretationen ausgewählter jazz-standards mit “ Verse”.

In den 1940er Jahren gehörten diese “Verses” zum Lied dazu und im Laufe der Zeit wurde manche verses kaum noch gespielt

Die Studierenden haben gründlich recherchiert und teilweise ganz alte Verses transkribiert.

Mit Leidenschaft und Kreativität bringen die Studierenden diese oft übersehenen Werke auf die Bühne, unterstützt von der wunderbaren Karen Asatrian und der GMPU Jazz Band. Freut euch auf ein abwechslungsreiches Programm, das die Tiefe und Schönheit des Jazz in all seinen Facetten widerspiegelt.

Eintritt frei
am Do, 29.01.2026 um 18:30

Intentional & Random: a festival | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Join us for an evening of music that explores the boundaries of sound and performance.

Beginning at 18:30, the event will open with a collaborative sound installation Quotidian Reminiscence in the garden of Villa for Forest. The sonic positions of the installation are distributed across the outside space, inviting listeners to roam around and encounter dialogues among eight micro-compositions that capture moments of habitual personal contexts. The installation will remain active throughout the entire event, providing an immersive sonic backdrop to three distinctive concerts. At 19:30, the first concert features a new work by Klagenfurt-based composer Bastien Brännland, alongside Matthew Schlomowitz's Letter Piece #5: Northern Cities, for two players performing music, actions, and text; Alban Berg’s 4 Stücke, Op. 5, which delves into virtuosic atonality through extended techniques such as flutter-tonguing and extreme dynamics; and John Zorn’s seminal "game piece" Cobra, where performers shape the music in real time through cues and gestures. The 20:30 concert showcases Julius Eastman's minimalist masterpiece Stay On It – a work by a composer whose brilliant contributions were almost completely lost but have recently achieved high acclaim – paired with Peter Ablinger's noise piece Nanophony for soft sounds and loud amplification. The final concert at 21:30 will conclude the evening with an experimental improvisation designed and performed by a quintet of composer-performers, sympathetically agitated by Christopher A. Williams.

From the opening collaborative sound installation to the final improvisation set, Intentional & Random promises a unique journey through sound, intermedia and performance. Whether you're a seasoned experimental music enthusiast or a curious first-time listener, this event offers a unique opportunity to explore the frontiers of musical expression.

All are welcome!