TOOT

Datum: Do, 24.03.2005
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: cik@künstlerhaus.klagenfurt

Phil Minton (London) – Stimme
Axel Doerner (Berlin) – Trompete
Thomas Lehn (Koeln) – Analogsynthesizer

Hinter TOOT verbergen sich die Gesangslegende Phil Minton und die fast eine Generation juengeren Axel Doerner, Trompete, und Thomas Lehn, Analogsynthesizer – zur Zeit zwei der gefragtesten deutschen Musiker in der zeitgenoessischen improvisierten Musik.

‚Elektro-akustische Musik im wortwoertlichen Sinne, improvisiert mit einem Sinn für die Ungleichzeitigkeit von Dichte und Leere, gespielt als Dialektik von (An-)Spannung und Luftrauslassen. Sehr groß, diese mikro-mikro-Musik‘, schreibt der Koelner Musikjournalist Felix Klopotek über die Musik von TOOT, einem Trio in dem der spektakulaere britische Vokalartist Phil Minton auf zwei Musiker der juengeren Generation der deutschen Improszene trifft. Axel Doerner, Jahrgang 1964, begann seine musikalische Laufbahn mit dem Klavierstudium, ehe er sich zu Beginn der 90er Jahre der Trompete zuwandte. Seit er 1994 nach Berlin zog, ist er als einer der gefragtesten Tompeter in Deutschland und eine Unzahl unterschiedlichster Projekte involviert. Der 1958 geborene Thomas Lehn widmet sich mit dem Hintergrund langjaehriger Erfahrung als interpretierender und improvisierender Pianist auf dem Gebiet live-elektronischer Musik mit Vorliebe analogen Synthesizersystemen aus den spaetsechziger Jahren, die einen unmittelbaren Zugriff und aeusserst spontanes Interagieren erlauben. Der 61-jaehrige Minton begann seine kuenstlerische Laufbahn, zunaechst als Trompeter bereits Mitte der 60er Jahre im Orchester von Mike Westbrook, reuessierte aber bald als Vokalist zu einem der ausdrucksstaerksten und beruehmtesten Improvisatoren der europaeischen Szene.

Als in den sechziger Jahren mit dem Free Jazz der musikalische Klang unter anderem in den Bereich des Geraeuschs ausgeweitet wurde, betrieben die Musiker damit auch einen ‚Kult der Intensitaet‘. Dieser ist in seiner urtuemlichen Reinform bei TOOT nicht zu finden, erscheint jedoch durchbrochen-transzendiert, als temporaere, nadeloehr-expressionistische Kontrastsetzungen, eingebettet in der Umgebung sensibler und fragiler Klanggebilde dreier Musiker, deren individuelle Tonschoepfungen ineinander verschmelzen und somit kaum noch als Stimme, Trompete oder Synthesizer auszumachen sind.

Fast unhoerbare Musik durchzieht die echtzeitkomponierten Texturen: Luft entstroemt einer Trompete, ohne einen Ton zu bilden, und aus einem Mund, der zirpende, quiekende, stoehnende, aechzende, zischende, heulende, blubbernde, glucksende Laute von sich gibt. Minton, das Stimmwunder, kann jedes Geraeusch seiner Kollegen nachahmen, auch die 20-Hertz-Toene und anderen Klangsubstanzen von Lehns analogem Synthesizer, dessen elektronische Klaenge in der Lage sind, den Widerspruch zwischen Technik und Natur zu ueberbruecken.

Wie zufaellig entstehende Rythmen entschwinden schnell wieder im Nichts. Die Poesie dieser Musik liegt in ihrer Zerbrechlichkeit….

BIOGRAPHIEN auf den (englisch-sprachigen) Internetseiten:

http://www.shef.ac.uk/misc/rec/ps/efi/musician/mdorner.html
http://www.shef.ac.uk/misc/rec/ps/efi/musician/mlehn.html
http://www.shef.ac.uk/misc/rec/ps/efi/mminton.html

Termine

am So, 02.06.2024 um 17:00

EXTRA DRY – Ein musikalisch-kulinarisches Ereignis | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt EXTRA DRY – Musik
verbindet europäische Musiktradition mit der Kunst der Improvisation.
– ist Vielstimmigkeit ohne Sentiment – armenisch, kärntnerisch, slowenisch, notiert und imaginiert – da Capo al Coda.
– macht Noten mit Köpfen und spielt Musik mit Zwischentönen.
Spontaneität, Spielwitz, Emotionalität und Virtuosität sind die musikalischen Markenzeichen des Trios.
——————
EXTRA DRY – Kulinarik
Armenische Familie Asatrian (Schaschlik, Beilagen, Süßes)
Eintritt: 50,– (Musik | Getränk | Grill-Buffet)
Kartenreservierungen & Onlinekauf:
office@innenhofkultur.at | www.innenhofkultur.at | Telefon | SMS
am Mo, 03.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss
am Mi, 05.06.2024 um 20:00

SAXNIGHT | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Das Saxofon spielt in der Geschichte des Jazz eine wichtige Rolle. Es waren immer wieder Saxofonisten die als Protagonisten und Erneuerer dieser Musikrichtung in Erscheinung traten.
Lester Young, Charlie Parker, John Coltrane, Sonny Rollins, Wayne Shorter sind nur einige Persönlichkeiten deren Schaffen bis heute present ist.
Auf den Spuren dieser „Giants“ im Jazz bewegen sich die Studierenden des Hauptfaches Jazz Saxofon an der GMPU unter der Leitung von Michael Erian.
Es spielen:
Katharina Schwab (alt sax, bari sax)
Manca Krivec (ten sax)
Filip Majcen (ten sax)
Raffael Ortner (alt sax)
Gregor Skaza (alt sax)
Stefan Koller (alt sax)
Julian Schunter (alt sax)
Michael Erian (ten sax)

Rhythmusgruppe:
Laka Spehar (p)
Urban Cedelnik (b)
David Ambrosch (dr)

Eintritt: Freiwillige Spende!
am Do, 06.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss
am Fr, 14.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss