Konzerte abgesagt | Kulturforum Villach will prüfen, ob Vorschriften der Regierung verfassungskonform sind

Datum: Fr, 26.03.2021
Quelle: Kleine Zeitung Villach

Das Kulturforum Villach muss die ersten fünf Veranstaltungen absagen. Sollte die Planbarkeit auch nach Ostern nicht gegeben sein, will der Verein vom Verfassungsgerichtshof die „Gesetzmäßigkeit der Covid-Gesetze“ überprüfen lassen.

Obmann Hans Jalovetz fordert von der österreichischen Bundesregierung Planbarkeit ein
Obmann Hans Jalovetz fordert von der österreichischen Bundesregierung Planbarkeit ein © Markus Traussnig

Andreas Kanatschnig

Andreas Kanatschnig
Redakteur Kultur

Der Plan des Kulturforums Villach war ambitioniert, doch die geltenden Corona-Bestimmungen machen es dem Verein derzeit unmöglich, Konzerte zu veranstalten. Aus diesem Grund müssen gleich fünf Veranstaltungen abgesagt werden: Chanda Rule – David Murray Gospel Projekt (30. März), JazzHochBurg Kärnten (31. März), Mario Rom’s Interzone (6. April), Shake Stew (7. April) und Monks Casino (14. April). Die Konzerte sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Der Verein unter Obmann und Anwalt Hans Jalovetz will jetzt bis Ostern warten, ob sich etwas an der Situation ändert: „Dann werde ich eine Überprüfung der Gesetzmäßigkeit der Covid-Gesetze beim Verfassungsgerichtshof in Wien einbringen.“ Jalovetz ist fest entschlossen, überprüfen zu lassen, ob die den Kulturveranstaltern von der österreichischen Bundesregierung auferlegten Gesetze und Verordnungen überhaupt verfassungskonform sind. Es brauche einen Fahrplan für die nächsten Monate, so Jalovetz, der auch darauf hinweist, dass diese Perspektivlosigkeit so nicht weiter gehen könne. Man müsse Fakten schaffen: Zwar lebe der Jazz von der Improvisation, ein Veranstalter müsse aber jetzt planen können. Als Stichtag hat Jalovetz für sich den 10. April definiert: Ändert sich bis dahin nichts, wird er einen Individualantrag einbringen.

Kulturpresse