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„Klare Regeln statt Willkür“

Datum: Di, 18.11.2014
Quelle: Kleine Zeitung - Kultur

„Klare Regeln statt Willkür“

KLAGENFURT. „Es soll künftig nachvollziehbar sein, wer was wann warum bekommt und wer aus welchen Gründen vielleicht nichts“, heißt es aus dem Büro von Kulturlandesrat Christian Benger, der in der morgigen Regierungssitzung seine Pläne zur „Neuausrichtung der Kärntner Kulturförderung“ präsentieren wird. Die neuen Richtlinien lesen sich fast wie eine Abrechnung mit der bisherigen Förderpraxis, denn Benger wünscht sich „klare Regeln für alle“ und „Transparenz statt Willkür“ – Forderungen, die in der Vergangenheit bereits vom Kärntner Kulturgremium und Landesrechnungshof erhoben wurden.

Die Liste der konkreten Maßnahmen reicht vom „einheitlichen Förderformular“ und der „unbürokratischen Antragstellung“ über geregelte Einreichtermine bis hin zur „Neustrukturierung der einzelnen Kunstsparten“ nach dem österreichweit einheitlichen System, um das Kärntner Förderwesen mit jenem in anderen Bundesländern vergleichen zu können.

Inhaltlich legt Benger verstärkten Wert auf „gesellschaftspolitische Relevanz“ und „künstlerische Authentizität“ der eingereichten Projekte, zugleich aber auch auf Kärntenbezug und „kulturtouristischen Nutzen“, insbesondere bei Festivals, die vor der Vergabe von Mehrjahresverträgen eingehend evaluiert werden sollen. Benger: „Die alten Zeiten sind vorbei. Wo öffentliches Geld vergeben wird, muss Nachvollziehbarkeit und Transparenz herrschen.“

Die neuen Förderrichtlinien sollen ab 2015 in Kraft treten. EH

Kulturpresse

So, 18.10.2020, Kleine Zeitung (Ktn) - Seite 62 - An­dre­as Ka­natsch­nig

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