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„Jahr der freien Kulturinitiativen“

Datum: Sa, 19.03.2016
Quelle: ORF Kärnten

Das Kulturreferat Kärntens hat 2016 zum “ Jahr der freien Kulturinitiativen ausgerufen“, im im Vorjahr war es das „Jahr der Volkskultur.“ Es soll zeigen, wie vielfältig auch kritische Kulturarbeit ist, eine Mio. Euro gibt es dafür.

Unter der freiheitlichen Kulturpolitik der Vergangenheit klagte diese Gruppe von kritischen Kulturschaffenden über Einschnitte, von denen sich die freie Szene noch nicht erholte habe. Nun will das Land zeigen, was die freie Kulturszene zu bieten habe.

Am 1. und 2. April gibt es mit „Kultur muss wachsen – Naj raste Kultura“ einen ersten Höhepunkt. Im Landhaus in Klagenfurt findet ein Symposion zur freien Kulturarbeit statt. Im Wappensaal und im Landhaushof werden die Kulturinitiativen nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Einzelne Gruppen werden in kleinen Treibhäusern darstellen, was sie künstlerisch zum Wachsen bringen.

Darunter sind Gruppen wie das Klagenfurter Ensemble, der Kulturhofkeller Villach, das Universitätskulturzentrum UNIKUM oder auch die Lendhauer in Klagenfurt. Kulturreferent Christian Benger (ÖVP) nennt die Freien Gruppen die „kulturellen Nahversorger“ Kärntens. Das Jahr werde aber kein Geld für Ausgaben wie Agenturen oder Broschüren bringen. Wichtig sei, dass die Mittel bei den Kulturschaffenden ankommen, so Benger.

UNIKUM: Bemühen spürbar

Rund eine Million Euro vergibt die Kulturabteilung heuer an die freie Szene. Im österreichischen Ländervergleich ist das nicht viel, aber die Kärntner Budgetlage ist angespannt. Zumindest verzeichnet die freie Szene einen frischen Wind von offizieller Seite im Umgang mit den Initiativen, sagt Gerhard Pilgram, vom Universitätskulturzentrum UNIKUM. Er habe das Gefühl, es gebe des Bemühen, zu verstehen, was die Kultur wolle. Der Apparat sei aber auch schwerfällig und das Geld fehle. Eigentlich müsse man auf die Million noch eine Null anhängen, so Pilgram.

Kulturpresse