USB – urban sound band

Datum: Fr, 13.02.2015 um 20:00
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: raj, Badgasse 7, Klagenfurt

Präsentation einer Schallplatte mit limitierter Auflage von 222 Stück !
Seppo Gründler-git | Martin Philadelphy-git | Josef Klammer-dr
Eintritt: € 12 | 10 | 6 - aber: mit Schallplatte - € 22 | 20 | 16

USB
Urban Sound Band

Wer heute noch glaubt, hinter dem Kürzel USB steckt eine österreichische Kinowelt oder gar ein internationaler Paketdienst, bevorzugt wohl noch die Milch der frommen Denkart. Längst verbindet auch der nicht in der Wolle gefärbte Zeitgeist damit eine prominente Schnittstelle, die Schnittstelle namens Urban Sound Band. Zwar mag jetzt für manche Computerfreaks der Schwanz mit dem Hund wedeln, aber die Verwirrung ist durchaus im Sinne der drei Musiker, die seit jeher dafür bekannt sind, das musikalische Experiment an der Schnittstelle anzusetzen. Oder: In der musikalischen Welt von Seppo Gründler, Josef Klammer und Martin Philadelphy ist die Schnittstelle systemimmanent.

Vorbei scheinen die Jahre, in denen das Klammer&Gründler Duo die Hühner gesattelt hat und mit exemplarischem Pioniergeist ins Kraut geschossen hat. In der – wirklichen – elektronischen Musik waren die beiden auch international immer mehr als eine Nasenlänge voraus. Verbindlichere musikalische Parameter im Kontext von Raum und linearer Klarheit sind eingezogen.

Nach über dreißig Jahren haben Klammer und Gründler aber noch immer so viel Quecksilber im Hintern, dass sie stets auch auf der Suche nach musikalischen Katalysatoren sind.

Mit Martin Philadelphy, einem echten Hansdampf in allen Gassen, begegnet das Klammer&Gründler Duo nun in eben diesem USB-Trio einem zweiten Gitarristen, der mit seinem Spektrum zwischen Noise und Rock, improvisierter Musik und avancierter Singersongwriting-Qualitäten so schwer in der innovativen Musik einzuordnen ist, wie er ein Garant für jähe Orientierungswechsel ist.

Auf seiner bald fertiggestellten Vinyl-Platte liefert das USB-Trio nun auch den Beweis, dass es mit dem bunten Hund an der zweiten Gitarre so viel Wasser unter dem Kiel hat, dass man rhythmisch auch schon einmal viel deutlicher werden kann.

Und nicht nur für jene voller Überraschungen steckt, die entweder das Klammer&Gründler Duo oder Martin Philadelphy oder beide Seiten sehr gut kennen.

Alles ist improvisiert. Aber da wird gleichzeitig so konzentriert und mit einer gewissen Zurückgelehntheit experimentiert und interveniert, dass man ständig etwas im Busch vermeint.

Ein knisternd spannender Parcours von abstrakten Sounds und kontemplativen Andeutungen, Impulsen und Akzenten, kurzer Motivforschung und kurzer Kommentare, ein Parcours, auf dem es die drei ausgefuchsten Musiker faustdick hinter den Ohren haben, manchmal aber selbst darüber erstaunt zu sein scheinen, was ihnen gerade eingefallen ist. Umgeben von viel Space und rhythmischem Understatement, das manchmal sogar einen Wink von Groove vermittelt. Frisch und unberührt klingt das allemal.

Bleibt nur noch die Frage offen, was ein Universal Serial Bus ist.

 

 

Termine

am Fr, 09.12.2022 um 19:00

Ausstellungseröffnung – Gert Jonke Haus PLUS | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt Lilith Erian, Johannes Farys, Jonas Fliedl, Kami Gharabaghi, Gregor Jakobitsch, Nina Herzog, Luis Kogler, Ina Riegler, Dominik Scharfer, Hind Shazly, Sebastian Tschebull

Kuratiert von Daniel Russegger und Sebastian Tschebull.
Wir freuen uns, Sie zu unserer nächsten Ausstellungseröffnung in die Villa For Forest am 9.12.2022 um 19 Uhr einladen zu dürfen.

Lange stand das Haus, in dem Gert Jonke seine Kindheit verbracht hat, leer. Seit 2021 wird es abwechselnd von verschiedenen Künstler*innen als Atelier und Werkstatt genutzt. Die bisherigen Ergebnisse werden im Zuge der Ausstellungsreihe des Vereins Innenhofkultur gemeinsam mit zwei jungen Künstlerpersönlichkeiten und Mitgliedern des Kunstvereins Kärnten, Johannes Farys und Ina Riegler, im Erdgeschoss der Villa For Forest präsentiert.

DJ Radiate - in direction funk - wird den Abend noch weiter erhellen.
Foto © Michael Watzenig