UNICLUB_Clubabend_K. Passig|C. de Roj|Alegre Correa

Datum: Do, 09.11.2006
Veranstalter: UniversitätsClub Klagenfurt
Ort: Musilhaus | Schule Viktring Barocksaal

CLUBABEND

9./10. November 2006

In Kooperation mit dem Robert Musil-Institut und der Innenhofkultur lädt der Universitäts.Club Sie zu folgenden Veranstaltungen ein:

• Lesung mit Kathrin Passig

Donnerstag, 9. November 2006 um 19.30 Uhr
MUSIL-HAUS, Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt

So unangefochten wie in diesem Jahr Kathrin Passig hat selten eine Schriftstellerin den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Jury und Publikum waren sich einig: auch der KELAG-Publikumspreis ging an die 1970 Geborene.
Grund genug für uns, gemeinsam mit dem Robert-Musil-Literatur-Museum und der Landeshauptstadt Klagenfurt die Preisträgerin zu bitten, ihren Text „Sie befinden sich hier“ noch einmal im Musil-Haus zu lesen und davon zu berichten, was seither geschah.
Passig erzählt in „Sie befinden sich hier“ aus der Innensicht einer Person, die sich im Riesengebirge verirrt hat und nun langsam erfriert.
Die Begrüßung erfolgt durch den Kulturreferenten Stadtrat Albert Gunzer. Der Eintritt ist frei.

• Impulsreferat und Diskussion mit Kathrin Passig und Konzert mit Alegre Correa/Caroline de Rooij

Freitag, 10. November 2006 um 19.00 Uhr
Barocksaal im Stift Viktring (Bundesrealgymnasium Viktring)

Doch Kathrin Passig hat auch ein anderes schriftstellerisches Standbein: Sie ist Geschäftsführerin der „Zentralen Intelligenz Agentur“ (ZIA) – ein Internet-Netzwerk mit Sinn fürs Absurde – und betreibt gemeinsam mit Kollegen das Onlinemagazin „riesenmaschine.de“. In diesem Zusammenhang referiert sie zum Thema: “Was fehlt – Maßnahmen zur Weltverbesserung. Über Web- und Welt-Usability und den Einfluss des Internets auf weltverbessernde Ideen und Techniken“.
Im Anschluss daran, ab etwa 20.30 Uhr, gibt es einen musikalischen Hochgenuss mit dem brasilianischen Spitzengitarristen Alegre Correa sowie der niederländischen Sängerin Caroline de Rooij, einer Vokalistin von Weltklasse, die mit vielen berühmten Kollegen, unter anderen auch mit Al Jarreau, gearbeitet hat.

Der Eintritt ist frei, für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Wir freuen uns auf diesen außergewöhnlichen Clubabend und darauf, Sie dabei begrüßen zu dürfen.

Alegre Corrêa – Biografie
Alegre Corrêa wurde am 9. Juni 1960 in Passo Fundo/Rio Grande do Sul geboren.

Bereits mit 13 Jahren übersiedelte er in seine eigentliche Heimat: die Musik – als Gitarrist, Sänger, Perkussionist und Komponist. Diese Heimat ist in ihrem Kern zweifellos brasilianisch und doch nach allen Richtungen hin offen. So bleibt es auch egal, ob er ihr in Porto Alegre huldigt, wo seine musikalische Laufbahn ihren Anfang nahm, oder in Wien, einer Metropole nicht nur der Klassik, sondern auch des Jazz.

Beim „Fampop“- (1988) und beim „Musicanto“-Festival (1992) in São Paulo gewann er jeweils den ersten Preis in der Kategorie „Komposition“. 1989 ging Alegre erstmals nach Europa. In Wien gründete er 1993 das Alegre Corrêa Sextett und arbeitete in weiterer Folge mit den Größen der dortigen Szene – Karl Ratzer, Timna Brauer &
Eli Meiri, dem Vienna Art Orchestra u. a. – zusammen.
Für seine zweite CD „Negro Coração“ kann er sein Vorbild, den großen brasilianischen Komponisten und Multi-Instrumentalisten Hermeto Pascoal gewinnen.

Unzählige Auftritte – etwa beim Montreux Jazz Festival (Schweiz), bei „Florianopolis in Jazz“ (Brasilien) und dem WOMAD-Festival in Wiesen (Österreich) – festigten seinen Ruf als einer, der innerhalb seines Genres neue Wege beschreitet; Wege in neue Richtungen, aber auch Wege, die ihn immer wieder zu seinen „Raízes“ führen.

Die Fachpresse wird das Etikett noch erfinden müssen, das sich auf den individuellen Stil Alegre Corrêas heften ließe. Begriffe wie „Fusion“ und „Crossover“ lässt er ebenso gleichgültig hinter sich wie die Trennung von Kopf und Bauch. Denn seine Musik offenbart sich als sinnlich und intelligent, komplex und leichtherzig, groovy und elegant. „Brasilianische Musik ist seit jeher eine Mischung“, räumt Alegre ein. Die musikalischen Mosaiksteinchen, aus denen sich das schillernde Phänomen Corrêa zusammenfügt, sind also bereits selbst „Fusion“. Es waren dies zunächst die Traditionen von Río Grande do Sul, jenem Spannungsfeld unterschiedlichster musikalischer Elemente, wo tropische Leichtfüßigkeit gegen argentinische Schwermut brandet: zum Beispiel der behäbige 3/4-Takt des Chamamé, der Chacarera oder der Milonga, jene ländliche Urform des Tango, die zunächst von den Cowboys der Pampa, den Gauchos, gepflogen wurde (und als Gauchos werden in der Folge alle Einwohner der südbrasilianischen Provinz Rio Grande do Sul bezeichnet, eine Anrufung, die Alegre noch immer stolz auf das Revers seines Designeranzuges heftet, gegen den er mittlerweile die alternative World-Music-Tracht – Gilet und Ethnokäppi – eingetauscht hat). Und natürlich prägten ihn der Samba, der Bossa Nova und die MPB (música popular brasileira), weiters der Einfluss seiner wichtigsten Vorbilder Antonio Carlos Jobim, Toninho Horta, Hermeto Pascoal sowie eine gute Portion Jazz, Pop und Funk, die auch in seinem Stil verschmelzen.

Anlässlich seiner Brasilien-Tournee im September 2003 erhält Alegre Corrêa das Goldene Kulturehrenzeichen der Provinz Rio Grande Do Sul aus der Hand des dortigen Gouverneurs, nahezu gleichzeitig erfolgt in Österreich die Auszeichnung
als Musiker des Jahres 2003 mit dem Hans Koller Preis.

Im Herbst 2004 erstmals Zusammenarbeit mit Joe Zawinul, seit 2005 ist Alegre Corrêa Mitglied von „The Zawinul Syndicate“.

Caroline de Rooij
Aus der Fülle der in Europa tourenden Vokalistinnen ragt Caroline de Rooij als Sängerin von Weltklasse heraus. Die erst 30-jährige Musikerin ist seit Jahren Sängerin des berühmten »Glenn Miller Revival Orchestra« unter der Leitung von Wil Salden. Mit ihrer warmen und wandlungsfähigen Stimme, den melodiösen und artistischen Scat-Improvisationen und ihrem sicheren Gespür für Swing sang sich Caroline de Rooij in die Endrunden der wichtigsten Niederländischen und Europäischen Jazz-Wettbewerbe. Mehrmals wurde sie zum »Best Dutch Jazz-Act« gewählt und hat mit vielen berühmten Kollegen gearbeitet, wie Al Jarreau, Kevin Mahogany, Kurt Elling und Greetje Kauffeld. Vor drei Jahren erhielt sie sofort nach Abschluss ihres Jazzstudiums in Amsterdam den Lehrauftrag für die Vokal-Abteilung am Jazz-Konservatorium in Klagenfurt.

Renato Chicco über Caroline
I first heard Caroline perform at a Barry Harris workshop in Verona, Italy. I was, and still am, most impressed by her inspired, sensitive and clear interpretation of a standard tune, echoing both a sense of tradition and freshness at the same time.
Later, when I heard her perform at her own gigs I noticed her superb tone, intonation and sense of structure. In the improvised chorusses she sings melodic lines that are concise and to the point, outlining the chordal structure just like a horn player would. Caroline is a musician first, and being myself a pianist/accompanist I wish to be always working with THAT kind of a singer! (Renato Chicco)

Termine

morgen um 15:00

VILLAR21 | Eröffnung = 1. Tag | Villa For Forest

Villa For Forest (Am Ring), Viktringer Ring 21, Klagenfurt Das neue Ausstellungsformat villar2I fördert junge Künstler:innen in der Villa am Ring 2I in Klagenfurt am Wörthersee.
Kuratiert und realisiert wird es vom KunstkollektivRW in Kooperation mit dem Verein Innenhofkultur.
Öffnungszeiten:
Jeweils am Freitag von 16 bis 18 Uhr
Und an Samstagen von 11 bis 13 Uhr, sowie von 15 bis 18 Uhr
Oder nach telefonischer Vereinbarung (0660 2303282, 0650 5896325)
Das Ausstellungsende wird erst bekanntgegeben.
Supported by FOR FOREST - the voice for trees
am Fr, 18.06.2021 um 19:00

Nabil (Alfred Goubran) & Primus Sitter: M’zungu Blues – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt "… zwei genreüberschreitende Alleskönner, die zwischen dem Blues von Blind Willie Johnson und Howlin’ Wolf, den Songs von Bob Dylan, eigenständiger Lyrik und zeitgenössischen Klängen von Jack Walrath, Ingrid Jensen, dem Upper Austrian Jazz Orchester und George Garzone keine natürlichen Grenzen erkennen und sich daher respektvoll von all diesen Quellen (und weiteren) unbekümmert inspirieren lassen.
(Axel Melhardt, Jazzland, Wien)“
Eintritt: € 15 | StudentInnen und alle unter 18 Jahren € 8
Supported by FOR FOREST - the voice for trees