Trio 90YA – Mütter-Oberleitner-Laber | VILLA FOR FOREST

Datum: Mo, 30.01.2023 um 19:30
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt

Bertl Mütter, tb
Ewald Oberleitner, b
Gerhard Laber, perc
Eintritt: € 22 | € 12 StudentInnen und unter 18
(Das Trio 90YA (90 Years After) heißt so, weil wir uns nach 3x30=90 Jahren wieder zum gemeinsamen Spielen getroffen haben)

Trio 90YA – Mütter-Oberleitner-Laber

Die Wurzeln des Trios reichen zurück ins Graz des Jahres 1985. Da hat Ewald Oberleitner mit seiner gütigen Art Bertl jeden Freitagvormittag im Anfänger-Ensemble davor bewahrt, angesichts aggressiver musikalischer Ignoranz insbesondere der Hauptfachlehrer in Klassik und Jazz sein eben erst begonnenes Studium wieder hinzuschmeißen. Was für ein wertschätzender Mutmacher!

1989 haben sich Bertl und Gerhard Laber in gemeinsamen Projekten mit Werner Raditschnig kennengelernt, und sein zuhörendes Spiel hat ihn unmittelbar fasziniert und beglückt: Es geht auch anders, mit Betonung auch; nämlich: Es gibt nicht die eine Art, wie etwas gemacht werden muss, aber viele je unterschiedliche Möglichkeiten. Es geht um Kommunikation, nicht ums Rechthaben.

1991 kam die Einladung zu einer Carte Blanche ins Publikumsstudio des ORF Linz. Diplombesiegelt im Jazz (was immer das sei) kommend, dringend (wohinimmer) wegwollend, besann sich Bertl Mütter der prägenden Begegnungen mit Ewald Oberleitner und Gerhard Laber, weil er darauf vertrauen konnte, mit ihnen ohroffenere Formen jazzaffinen Spiels finden zu können. Um den Auftritt (unter dem Label ›Direktmusik‹) in Linz im November 1991 herum konnten ein paar weitere Konzerte organisiert werden, das war es dann; gewesen. Bis Andreas Felber, der Leiter der Jazzredaktion von Österreich 1, Bertl Mütter beim ›Jazztime Live‹-Gespräch im Oktober 2021 mit einem Ausschnitt aus dem 30 Jahre zurückliegenden Konzert in Linz überraschte: Sapperlot! Im Anschluss lud er ihn ein, eine Radiosession zu gestalten, mit wem immer er wolle: Carte Blanche!

Somit stand die Session, zu der man sich im April 2022 im Wiener Funkhaus traf, unter dem Motto ›90 Years After‹. Schon lustig auch, dass aus den 126 Jahren Gesamtalter seinerzeit mittlerweile beeindruckende 216 geworden waren: Grad nur ein Ziffernsturz, und schon bist du um 90 Jahre älter, pardon, weiser. (Tendenz: steigend.)

Wir pflegen der Freien Improvisation (›direktmusikalisch‹) und hanteln uns zuweilen spontan entlang Fragmenten ausgewählter Standards (die auch der europäischen Tradition entstammen können), augenzwinkernd und mit grooßer Gelassenheit.

Es ist viel im gemeinsamen Spiel. Viel filigrane, stille Energie. Gemeinsam.
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PS: Die Radiosession wurde am 24. Juli 2022 im Radio Österreich 1 gesendet; wer sie, erweitert um ungesendetes Material, nachhören will, kann sich alles hier herunterladen.


Trio 90YA – TTT 01231

Freitag, 20.1.2023, 20.00 – SteyrAkku
Samstag, 21.1.2023, 20.00 – UlrichsbergJazzatelier
Mittwoch, 25.1.2023, 20.00 – GrazStockwerk
Donnerstag, 26.1.2023, 20.30 – WienPorgy & Bess
Freitag, 27.1.2023, 20.00 – SalzburgJazzit
Samstag, 28.1.2023, 20.30 – InnsbruckTreibhaus
Sonntag, 29.1.2023, 11.00 – St. Johann i.T.Alte Gerberei
Montag, 30.1.2023, 20.00 – KlagenfurtVilla For Forest

Termine

am Do, 30.03.2023 um 20:00

Wegschauen gilt nicht! – Klaus Karlbauers multimedialer Demokratie-Chor! – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt

Erste öffentliche Präsentation des Siegerprojektes des 2. Calls der Kärntner Kulturstiftung am Donnerstag, den 30. März 2023 um 20 Uhr in der Villa For Forest.


Kunst & Demokratie – Was haben sie gemeinsam? Sie sind bedroht! Wen kümmert’s? Der Komponist/ Multimediakünstler Klaus Karlbauer sieht und hört sich um, begegnet jungen Menschen, um gemeinsam einen Kunst & Demokratie-Status zu erarbeiten. Multimedial in Bild, Sound, Text, Performance. Die Vielfalt, die Vielstimmigkeit, das Widersprüchliche, ja auch das Dissonante werden sichtbar, hörbar und erlebbar gemacht. Ein Chor der Diversität ohne die Harmonie-Seligkeit der ehrwürdigen Kärntner Chortradition.
Nach seiner jüngsten Arbeit „Die Anderen“ in der Burgkapelle des MMKK arbeitet Klaus Karlbauer wiederum mit Gegenwart, holt die Kunst vom elitären Podest und geht zu den Menschen hin:
„Dieses Projekt ist als offener Prozess gedacht, wir lassen uns selbst von den Ergebnissen überraschen“ (Klaus Karlbauer)