MUTHSPIEL & MUTHSPIEL – EARly music plus Film

Datum: Fr, 01.04.2005
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: cik@künstlerhaus.klagenfurt

Wolfgang Muthspiel: guitars, violin, voice, electronics
Christian Muthspiel: trombone, piano, voice, recorder, electronics

Muthspiel & Muthspiel play EARly music
plus Film: Family Music von Pierre-Yves Borgeaud

EARly music, das Programm zum 20jährigen Bühnenjubiläum des Duos der Brüder Muthspiel 2003, welches als Hommage an die Musik ihrer Kindheit mit Konzerten in ganz Europa gefeiert wurde, live und verfilmt. Das Weiterdenken von Renaissance- und Volksmusik als klangliches und filmisches Fest im ständigen Dialog zwischen Bühne und Leinwand.

zur Musik:
EARly music hat als Programmtitel doppelte Bedeutung: Einerseits geht es um frühe musikalische Erfahrungen, also Musik der Kindheit, andererseits um frühe Musik der Geschichte, namentlich Chormusik der Renaissance. Diese war neben der alpenländischen Volksmusik ein Spezialgebiet des 2001 verstorbenen Vaters der beiden Brüder und „Soundtrack der Kindheit“. So werden des Vaters Schallplattenaufnahmen zu Keimzellen neuer Stücke, setzen sich die Klänge der Kindheit in heutigem Komponieren und Improvisieren fort. Eine musikalische Spurensuche.

zum Film:
Im Auftrag des Schweizer Fernsehens SF DRS verfilmte der Locarno-Preisträger Pierre-Yves Borgeaud das Programm EARly music zu Family Music, indem er Super-8-Filmaufnahmen aus der Kindheit der Brüder Muthspiel mit deren jetzigem live-Musizieren verband. Es entstand ein Film von poetischer Schönheit, ein sehr persönlicher, intimer Blick auf Herkunft und Familie, eine behutsame Verbindung von Klang und Bild.

Pressebeispiele

Zur Musik von „EARly music“:
Münchner Abendzeitung:
Grandios ist die Mischung aus subtilem Humor und durchaus herzlicher Heimat-Hommage, die das Brüderpaar auf der aktuellen Tournee in lustvolle Improvisation umsetzt. (…) Zwei schier unglaublich versierte Musiker sind diese Jazz-Brüder – der eine zwischen Posaune und Klavier wechselnd, der andere (soeben mit dem europäischen Jazzpreis ausgezeichnet) an diversen Gitarren. Bei einem Höchstmaß an Kommunikation verschränken sie zündende Rhythmen mit raffiniert schillernden Harmonien, vervielfältigen ihre Klänge mit Loop-Geräten, lassen sie in überraschende ironische Wendungen münden. Doch kein Takt kühle Technik: Voller Wärme ist diese Musik, die die Söhne des Chorleiters ihrem Vater gewidmet haben. Ein Vergnügen!
Neue Zürcher Zeitung:
Es ist schön, dass Jazzer aus Europa dafür sorgen, dass einer der wichtigsten amerikanischen Kulturbeiträge durch europäische Einflüsse lebendig bleibt, dass aus solchen Mischungen künstlerisch Wertvolles entsteht. Denn die Art, wie die Muthspiels, inspiriert durch Klänge aus der Heimat, höchst originelle Jazzstücke entwickeln, überzeugt. (…) Renaissance-Gesänge und alpenländische Volksmusik setzen bei den Brüdern viel improvisatorische Kreativität frei, die Resultate (immer mit klarem Bezug zum Jazz) sprießen in alle Himmelsrichtungen. Das klingt liebevoll und ein bisschen ironisch, raffiniert und virtuos, natürlich und kontrastreich.

Zum Film „family music“:
Neue Zürcher Zeitung:
Eng verbinden sich die oft bei Familienausflügen gedrehten Super-8-Bilder mit der Musik, und es gelingt den zwei Musikern, mit ihrem phantasievollen Spiel die Familiendokumente gleichsam zu überhöhen und ihnen eine neue, auch auf eine allgemeinere Aussage zielende Qualität zu geben. Es ist sympathisch, wie sie die Musik des Vaters und damit der Kindheit mit ihrem heutigen musikalischen Denken verbinden. Trotz der «Kulturrevolution», welche der Entscheid der beiden, sich dem Jazz zuzuwenden, zu Hause ausgelöst habe. Eigenkompositionen des Vaters, Volksmusik, Vokalmusik aus dem 16. Jahrhundert von Hans Leo Hassler, Leonhard Lechner, Casper Othmayr sind Ausgangspunkt für ihre musikalischen Erkundungen. Und das Raffinement, mit dem sie dieses Material mittels Playbacks, Loops und ihres Live-Spiels bearbeiten, macht das Ganze zu einem Genuss. Vergangenes wird gegenwärtig, und man begreift die Aussage der Brüder, dass die Familiengeschichte sie zu Eigenem inspiriert habe: das zu spielen und das zu sein, was man wolle.

Aktuelle CD: EARly music, material records 007-2

Termine

morgen um 15:00

VILLAR21 | Eröffnung = 1. Tag | Villa For Forest

Villa For Forest (Am Ring), Viktringer Ring 21, Klagenfurt Das neue Ausstellungsformat villar2I fördert junge Künstler:innen in der Villa am Ring 2I in Klagenfurt am Wörthersee.
Kuratiert und realisiert wird es vom KunstkollektivRW in Kooperation mit dem Verein Innenhofkultur.
Öffnungszeiten:
Jeweils am Freitag von 16 bis 18 Uhr
Und an Samstagen von 11 bis 13 Uhr, sowie von 15 bis 18 Uhr
Oder nach telefonischer Vereinbarung (0660 2303282, 0650 5896325)
Das Ausstellungsende wird erst bekanntgegeben.
Supported by FOR FOREST - the voice for trees
am Fr, 18.06.2021 um 19:00

Nabil (Alfred Goubran) & Primus Sitter: M’zungu Blues – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt "… zwei genreüberschreitende Alleskönner, die zwischen dem Blues von Blind Willie Johnson und Howlin’ Wolf, den Songs von Bob Dylan, eigenständiger Lyrik und zeitgenössischen Klängen von Jack Walrath, Ingrid Jensen, dem Upper Austrian Jazz Orchester und George Garzone keine natürlichen Grenzen erkennen und sich daher respektvoll von all diesen Quellen (und weiteren) unbekümmert inspirieren lassen.
(Axel Melhardt, Jazzland, Wien)“
Eintritt: € 15 | StudentInnen und alle unter 18 Jahren € 8
Supported by FOR FOREST - the voice for trees