MUSILHAUS

Datum: Sa, 09.10.2004
Veranstalter: Robert-Musil-Literatur-Museum
Ort: Bahnhofstrasse 50, 9020 Klagenfurt

Lange Nacht der Museen: „Erfolgsschriftsteller“ im Musil-Haus
Zeit: Samstag, 09. Oktober 2004, 21.00 Uhr

Veranstalter: ORF/Lange Nacht der Museen und Robert-Musil-Literatur-Museum [Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt]

Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ kommt es im Musil-Haus um 21.00 Uhr zum Auftritt der Berliner Lesebühne „Erfolgsschriftsteller im Schacht“.

Das Phänomen der Lesebühnen grassiert vor allem im Osten Berlins. Vorlesebühnen haben wenig gemein mit herkömmlichen Literaturveranstaltungen oder Autorenlesungen. Geboten werden größtenteils witzige und stets aktuelle Geschichten. Mittlerweile strömen Hunderte von Fans zu diesen wöchentlichen Treffpunkten. Die „Erfolgsschriftsteller im Schacht“ treten üblicherweise jeden Montag im Keller des „Bergwerk“, einer Kneipe in Berlin-Mitte, auf. Dort lesen und singen sie ihre Texte vor, jede Woche etwas Neues. Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ gastieren die „Erfolgsschriftsteller“ mit ihrem Programm zum ersten Mal in Österreich.

„Was macht ihr denn so bei eurer Veranstaltung?“, werden die „Erfolgsschriftsteller“ immer wieder gefragt. Die Antwort: “ Wir verbreiten Optimismus, Freude, Spass und Wohlsein, indem wir euch eigenen Atems unser Verfasstes vielfältiger Art darbringen. Da sind Geschichten, Lieder, Dialoge, Gedichte, ist spannendes, interessantes, lustiges, buntes, schwarz-weißes, absurdes, banales. Jeden Montag anders.“

Die Gruppe hat sich im März 2002 gegründet, geboren worden sind Bettina Andrae, Thilo Bock, Konrad Endler und Kirsten Fuchs, die das „Auswärtsspiel“ in Klagenfurt bestreiten werden, alle in den siebziger Jahren, fast alle in Berlin.

„Der Humus für zukünftige literarische Herrlichkeiten“, Carsten Würmann, taz – die Tageszeitung

„Erfolgsschriftsteller“ – Kurzbiographien

Bettina ANDRAE
geb. 1977 in Berlin-Pankow, Studium an der Berliner Humboldt Universität, seit einigen Jahren in der Berliner Lesebühnenszene aktiv.
Kurzstücke für den Hörfunk und Hörspielproduktion. Veröffentlichungen in Salbader, Erosa, Hortkind, Brillenschlange.

Kirsten FUCHS
geb. 1977 in Karl-Marx-Stadt, 1999-2002 Ausbildung zur Tischlerin, seit 2000 Leitung von Arbeitsgruppen bei der „Schreibwerkstatt Berlin“, Preise, u.a.: Zweiter Preis beim 8. Berliner Jugend-Literaturwettbewerb (1999), 11. Open-Mike-Wettbewerb (2003), Veröffentlichungen
u.a. in Der Tagesspiegel, Die Tageszeitung, ätzettera, faltblatt…und in Anthologien.
http://www.kirsten-fuchs.de.vu/

Thilo BOCK
geb. 1973 in Berlin, Studium an der TU Berlin. Promotion über Hugo Ball und die literarische Bühne. Seit 1995 ist er Mitveranstalter der „Schreibwerkstatt Berlin“ und seit 1997 Redaktionsleiter des Berliner Jugendmagazins „ätzettera“. Veröffentlichungen (Auswahl): Vogel sucht Fallschirm. Kurzprosa. Verlag am Park 1997. Preise und Auszeichnungen: Dritter Preis beim 4. Berliner Jugendliteraturwettbewerb (1995), Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses 2003, Autorenwerkstatt Theatertexte im Literarischen Colloquium Berlin (2004).
www.thilobock.de

Konrad ENDLER
geb. 1971 in Berlin, ist literarisch und musikalisch aktiv. Veröffentlichungen in mehreren Literaturzeitschriften, darunter Sklaven, Horen, Salbader und Erosa. Seit 1997 ist Endler selbst Herausgeber der Literaturzeitschrift Hortkind, www.hortkind.de
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Literatour.at: Sylvia Geist im Musil-Haus
Zeit: Dienstag, 12. Oktober 2004, 19,30 Uhr

Veranstalter: Katholischer Akademikerverband Kärnten und Robert-Musil-Literatur-Museum [ Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt ]

„Die Grossstadt als Lebensraum und Untergangs-Faszinosum, das Leben aus zweiter Hand, Lust und Frust des Alltags“, das waren die Themen von Sylvia Geist beim Wettbewerb um den renommierten Meraner Lyrikpreis 2002, den die Lyrikerin für sich entscheiden konnte. Hans-Christian Kosler notierte für die Neue Zürcher Zeitung (vom 21. Mai 2002) weiter, dass Sylvia Geist mit ihrem Gedicht „Hirschkäfer“ ein „makelloses, traurig-schönes Denkbild auf den Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Wahrnehmung“ vorgetragen habe. Nicht nur der Juror und Bachmann-Preisträger Kurt Drawert zeigte sich von Geist beeindruckt, der Rezensent der Aachener Zeitung hob ihre „souveräne, zarte und leise Spracharbeit“ hervor. Sylvia Geist, die man in Klagenfurt vom Literaturkurs 1999 kennt, wird im Musil-Haus Gedichte und Prosa lesen.

Sylvia Geist wird dabei unter anderem einen Ausschnitt aus dem ersten Roman lesen, an dem sie gerade arbeitet und der den Titel „Stückwerk“ tragen wird. Die Musik Gustav Mahlers steht im Mittelpunkt der ineinander verwobenen Geschichten zweier Familien, und auch der Aufbau des Romans greift musikalische Motive auf. So kündigen Kapitelüberschriften wie „Stakkato“, „Morendo“, „Reprise“ oder „Fermate“ sprachliche Tonartwechsel an und spiegeln zugleich inhaltliche Bezüge.

„In der Lyrik von Sylvia Geist geht es um Auflösung und Entmaterialisierung. Ihre Spracharbeit ist souverän, unprätentiös, leicht, zart und leise“.

Kurt Drawert

Ihre Vita activa ist eine Lanzenbrecherei für die Poesie. Nicht nur, daß sie gerade an ihrem Roman sitzt und mit ihren Gedichtbänden (zuerst: „Morgen blaues Tier“, Verlag zu Klampen/ Ed. Postskriptum 1997) die eigenen Texte in die Waagschale der Gegenwartspoesie wirft; die gebürtige Berlinerin ist auch in der Literaturvermittlung tätig, rezensiert für diverse Zeitschriften, arbeitet für den Rundfunk, hat osteuropäische Lyriksammlungen herausgegeben undundund.

Arne Rautenberg

Sylvia GEIST

Kurzbiografie
Studium der Chemie sowie der Germanistik und Kunstgeschichte an der TU Berlin. Sylvia Geist lebt in der Nähe von Hannover und ist als freie Schriftstellerin, Redakteurin und Rezensentin tätig. Vorsitzende des Vorsitzenden des Verbands deutscher Schriftsteller Niedersachsen (VS).

Übersetzer-Werkstatt
2003 Teilnahme am international renommierten Übersetzungs-Projekt „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ mit russischen und deutschen Dichtern. Eine Anthologie erschien im Verlag „Das Wunderhorn“ (Heidelberg).

Auszeichnungen
Arbeitsstipendium für Literatur des Landes Niedersachsen 1997.
Niedersächsischer Förderpreis 1998.
Stipendium, 3. Klagenfurter Literaturkurs 1999.
Meraner Lyrikpreis 2002 – gem. mit O. Egger.

Publikationen:
Morgen Blaues Tier. Gedichte. Postskriptum Verlag, 1997.
Nichteuklidische Reise. Gedichte. BONsai typART, 1998.
(Hrsg.) textura. Reihe für osteuropäische Literatur, Hannover, 11992-94.
(Hrsg.) Zwischen den Linien. Eine polnische Anthologie. Postskriptum Verlag, 1996.
(Hrsg., gem. mit Ursula Macht) „Im Garten der Wörter. Orte und Gegenstände slowakischer Literatur“. die horen, Nr. 208 (2002).

Rückfragen an:
Dr. Heimo Strempfl
Robert-Musil-Literatur-Museum
der Landeshauptstadt Klagenfurt / Abteilung Kultur
Bahnhofstrasse 50
A-9020 Klagenfurt
klagenfurt@musilmuseum.at
Tel.: +43-463-501429
FAX: +43-463-501429-1

Termine

am Mi, 21.04.2021 um 17:00

VILLAR21 | Vernissage | Villa For Forest

Villa For Forest (Am Ring), Viktringer Ring 21, Klagenfurt Das neue Ausstellungsformat villar2I fördert junge Künstler:innen in der Villa am Ring2I in Klagenfurt am Wörthersee.

Kuratiert und realisiert wird es vom KunstkollektivRW in Kooperation mit dem Verein Innenhofkultur.

Die erste Ausstellung findet im April2I statt. Der Fokus liegt dabei auf Kärntner Künstler, die sich zwar in Generationen, nicht aber in ihrem künstlerischen Schaffensdrang unterscheiden.

Es wird eine hoch zeitgenössische und strukturell markante Form mit einer Farbexplosion aus Emotionen und Empfindungen präsentiert und kombiniert.

more details t.b.a.

Supported by FOR FOREST - the voice for trees
am Fr, 18.06.2021 um 19:00

Nabil (Alfred Goubran) & Primus Sitter: M’zungu Blues – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt "… zwei genreüberschreitende Alleskönner, die zwischen dem Blues von Blind Willie Johnson und Howlin’ Wolf, den Songs von Bob Dylan, eigenständiger Lyrik und zeitgenössischen Klängen von Jack Walrath, Ingrid Jensen, dem Upper Austrian Jazz Orchester und George Garzone keine natürlichen Grenzen erkennen und sich daher respektvoll von all diesen Quellen (und weiteren) unbekümmert inspirieren lassen.
(Axel Melhardt, Jazzland, Wien)“
Eintritt: € 15 | StudentInnen und alle unter 18 Jahren € 8
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