MARTIN WALSER – Lesung – wegen Erkrankung ABGESAGT

Datum: Di, 21.11.2006
Veranstalter: Musilmuseum & Kunstverein Kärnten
Ort: Künstlerhaus Klagenfurt

DIESE VERANSTALTUNG WIRD WEGEN ERKRANKUNG VON MARTIN WALSER ABGESAGT UND ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT NACHGEHOLT !

MARTIN WALSER – Angstblüte (Rowohlt 2006)
Lesung im Rahmen der Literatur_Spur_

Eine Veranstaltung des Musilmuseums in Kooperation mit dem Kunstverein Kärnten

Martin Walsers Bücher haben die poetische Kraft, die Gemüter zu erregen und Diskussionen über Literatur in großem Stil überhaupt auszulösen. Das war bei den letzten Romanen Tod eines Kritikers (2002) und Im Augenblick der Liebe (2004) so, und das ist auch bei Walsers jüngstem Roman Angstblüte (2006) der Fall. Karl von Kahn, Münchner Anlageberater Anfang Siebzig, verliebt sich in die 33-jährige Schauspielerin Joni Jetter. Er finanziert ein Film-Projekt, das sie berühmt machen soll. Der Vorstellung von Moral stellt Walser die Vorstellung eines Lebens in seiner Ganzheit gegenüber – mit jener Heftigkeit und Rücksichtslosigkeit, gleichzeitig Sensibilität, Genauigkeit und Wahrhaftigkeit, die ihn auszeichnen – und hat dabei ein Buch über die zentralen Themen und Konflikte des Menschseins geschrieben: über Kunst und Ökonomie, Verlust und Gewinn, Freundschaft und Täuschung, Alt- und Jungsein – und vor allem auch ein Buch über die Liebe, die Angst, die Träume und die Utopie des Glücks.

Karl sagte, er habe bis jetzt geglaubt, das Schönste sei der anatocismo [Zinseszins]. Also, warum sind Gedichte das Schönste?
Sie sind die Sprache selbst. In jedem. Jeder hat sie. Nicht jeder bringt sie heraus. Sie wachsen in einem, ohne daß man das merkt. Dann plötzlich kommen sie heraus. Von da an paßt man auf. Es wird eine Arbeit. Die schönste Arbeit überhaupt. Töne fangen, ohne sie zu verletzen.
Er sagte, ob sie’s glaube oder nicht, ganz anders sei es mit dem Zinseszins auch nicht. Er sei das Geld des Geldes, also die Sprache der Sprache, also ist der Zinseszins ein Gedicht.
Also, sagte sie, paß auf.

Noch nie ist uns die trockene Welt der Finanzoperationen so blütenreich ins Allzumenschliche umgemünzt und metaphernumschlungen ans Herz gedrückt worden. (Andrea Köhler in der Neuen Zürcher Zeitung)

Eine wunderbar schamlose Altherrenerotik, die, da sie aufs Ganze geht, über das Peinliche souverän hinauswächst. (Burkhard Müller in der Süddeutschen Zeitung)

Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Außerdem wurde er mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet und zum Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Martin Walser veröffentlichte rund 40 Bücher, zuletzt Leben und Schreiben. Tagebücher 1951 – 1962 (2005) und den Roman Angstblüte (2006).

Rückfragen: Robert-Musil-Institut der Universität Klagenfurt/Kärntner Literaturarchiv, Klagenfurt, Bahnhofstraße 50, Tel. 0463/2700-2914, E-Mail: katharina.herzmansky@uni-klu.ac.at

http://www.musilmuseum.at/
http://www.kunstvereinkaernten.at

Termine

übermorgen um 17:00

VILLAR21 | Eröffnung = 1. Tag | Villa For Forest

Villa For Forest (Am Ring), Viktringer Ring 21, Klagenfurt Das neue Ausstellungsformat villar2I fördert junge Künstler:innen in der Villa am Ring 2I in Klagenfurt am Wörthersee.
Kuratiert und realisiert wird es vom KunstkollektivRW in Kooperation mit dem Verein Innenhofkultur.
Öffnungszeiten:
Jeweils am Freitag von 16 bis 18 Uhr
Und an Samstagen von 11 bis 13 Uhr, sowie von 15 bis 18 Uhr
Oder nach telefonischer Vereinbarung (0660 2303282, 0650 5896325)
Das Ausstellungsende wird erst bekanntgegeben.
Supported by FOR FOREST - the voice for trees
am Fr, 18.06.2021 um 19:00

Nabil (Alfred Goubran) & Primus Sitter: M’zungu Blues – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt "… zwei genreüberschreitende Alleskönner, die zwischen dem Blues von Blind Willie Johnson und Howlin’ Wolf, den Songs von Bob Dylan, eigenständiger Lyrik und zeitgenössischen Klängen von Jack Walrath, Ingrid Jensen, dem Upper Austrian Jazz Orchester und George Garzone keine natürlichen Grenzen erkennen und sich daher respektvoll von all diesen Quellen (und weiteren) unbekümmert inspirieren lassen.
(Axel Melhardt, Jazzland, Wien)“
Eintritt: € 15 | StudentInnen und alle unter 18 Jahren € 8
Supported by FOR FOREST - the voice for trees