LANGE NACHT DER MUSEEN @ raj

Datum: Sa, 03.10.2015 um 18:00
Veranstalter: raj & Verein Innenhofkultur
Ort: raj, Badgasse 7, Klagenfurt

* Seh:Bühne - ERIC KRESSNIG "Ranch"
* 1. Stock - JOHANNES PUCH "Frutti di mare"
* raj - DJ JAKOB MONARCH ab 20.00

Das raj in der Badgasse 7 existiert seit Juni 2009. Die Badgasse ist eine der ältesten Gassen Klagenfurts, welche bereits im Mittelalter den Namen Badgäßle führte und heute auch noch im Volksmund Badgassle genannt wird. Auch die Bausubstanz des raj geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Vor dem raj war das Haus Sitz eines slowenischen Kulturvereins und Ort des doppelsprachigen Lokals Bierjokl/Pri Joklnu.
Das raj (slawisches Wort und von Slowenien bis Russland mit gleicher Bedeutung – Himmel, Pardies, Eden oder so) ist auch die Wirkungsstätte des Verein Innenhofkultur und Dach der Seh:Bühne und des Gastronomiebetriebes raj.

Die Seh:Bühne ist ein Projektraum für interdisziplinäre zeitgenössische Kunst.
Kuratiert von der KunstSportGruppe hochobir. (Uwe Bressnik – Landeskulturpreisträger, Richard Klammer – Maler und Musiker).
Spektrum des gesamten raj:
Zeitgenössische Musik, Jazz, slawische Kulturelemente, Literatur, Vorträge, Seminare, Film, Fotografie, Theater, Radiodiskussionen, genreübergreifende Projekte, Ausstellungen, Gastronomie.

Das Programm 2015

Eric Kressnig / RANCH @ Seh:bühne – 18.00 bis 02.00
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Eric Kressnigs Arbeit ist bestimmt durch Grundkategorien der Bild- und Raumkunst, ihre Auffassung, Ordnung und Irritation. Die künstlerische Auseinandersetzung geschieht in verschiedenen Medien und thematisiert den Raum und seine Erfahrungsdimensionen als etwas Immaterielles, das sich aus Relationen des Neben-, Über- und Unter-, des Vor- und Hintereinanders bildet. Es entstehen Objekte, die sich zwischen die Dinge drängen und Raum als etwas konkret Greifbares im Sinne von Räumlichkeit darstellen und dabei Malerei als plastisches Element weiter entwickeln. Die Fragestellungen gehen dabei über die klassischen Abbildungsmodi hinaus und nehmen die Bedeutung des „spatial turn“ – Raum als kulturelle Größe – auf.
Exemplarisch dafür steht das Werk RANCH, ein Bildobjekt als Zitat auf die einflügelige elementare Holzkonstruktion eines Gatter-Tores im Bereich des anonymen Bauens. Es konstruiert Raum im Bild und setzt das Bild/Objekt in ein Verhältnis zu Raum und Betrachter.

Johannes Puch / „Frutti di Mare“ @ 1. Stock – Innenhofkulturlounge – 18.00 bis 02.00
Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema „Lebensmittel, Konsum und Globalisierung“ auseinander.
Vermeintlich lokale Fische und Krustentiere als Zutaten für traditionelle Gerichte der italienischen Mittelmeerküche, werden aus allen Weltmeeren zusammen getragen und gemeinsam verpackt. Diese „Frutti di Mare“ kommen zwar in der Adria und im Mittelmeer vor, jedoch nicht mehr in ausreichender Menge um den Markt zu bedienen.
So wurden  beispielsweise für eine Packung Meersfrüchte (deren Inhalt sich besonders für Risotto eignen soll) die Scampi im pazifischen Ozean, die Kalamari im indischen Ozean, sowie die Garnelen im Süd Atlantik gefangen. Die Miesmuscheln hingegen stammen aus einer Zucht in Chile.

Ausstellung bis 31. Oktober !

Dazu:
DJ JAKOB MONARCH @ raj von 20.00 – 02.00

Termine

am Do, 30.03.2023 um 20:00

Wegschauen gilt nicht! – Klaus Karlbauers multimedialer Demokratie-Chor! – Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt

Erste öffentliche Präsentation des Siegerprojektes des 2. Calls der Kärntner Kulturstiftung am Donnerstag, den 30. März 2023 um 20 Uhr in der Villa For Forest.


Kunst & Demokratie – Was haben sie gemeinsam? Sie sind bedroht! Wen kümmert’s? Der Komponist/ Multimediakünstler Klaus Karlbauer sieht und hört sich um, begegnet jungen Menschen, um gemeinsam einen Kunst & Demokratie-Status zu erarbeiten. Multimedial in Bild, Sound, Text, Performance. Die Vielfalt, die Vielstimmigkeit, das Widersprüchliche, ja auch das Dissonante werden sichtbar, hörbar und erlebbar gemacht. Ein Chor der Diversität ohne die Harmonie-Seligkeit der ehrwürdigen Kärntner Chortradition.
Nach seiner jüngsten Arbeit „Die Anderen“ in der Burgkapelle des MMKK arbeitet Klaus Karlbauer wiederum mit Gegenwart, holt die Kunst vom elitären Podest und geht zu den Menschen hin:
„Dieses Projekt ist als offener Prozess gedacht, wir lassen uns selbst von den Ergebnissen überraschen“ (Klaus Karlbauer)