Jazz – Klagenfurt

Datum: So, 01.02.2009
Veranstalter: IG KiKK
Ort: Kammerlichtspiele

Lokalaugenschein im Jazz-Etablissement

Aus Herzblut, Idealismus, Schweiß und Leidenschaft entstand den Aussagen der Betreiber zufolge der Jazzclub Kammerlichtspiele. Alles, was nach zwei Monaten Spielbetrieb nicht funktioniert, seien „Kinderkrankheiten“, die sich – so der Obmann – schnell beheben ließen. Angesichts der Subvention für den Umbau – von dem nicht zuletzt auch der Kinomonopolist und Volkskino Boykottierer Laas profitiert – und der Befürwortung durch das BZÖ, sowie der Aussicht auf verlässliche jährliche Fördergelder für die nächsten Jahre, darf von einem gesicherten, planbaren und bezahlten Alltag ausgegangen werden. Zählt man die dennoch vorhandenen Mängel (völlig überhitzer Raum, festgeschraubte Stühle, Visuals, die in keinem Zusammenhang mit der dargebotenen Musik stehen,….) wohlwollend zu den schnell behebbaren Kinderkrankheiten (die im Übrigen für Veranstalter mit durchschnittlicher Erfahrung vermeidbar gewesen wären), bleibt dennoch eine Krankheit, der in Kärnten Tradition und eine weite Verbreitung attestiert werden kann. Sie heißt Vergesslichkeit, ist bei einigen Leuten durchaus in chronischem Ausmaß feststellbar und Teil einer beliebten Aufstiegsrezeptur. Das wichtigste an dieser Rezeptur ist, sich als neu, erstmals und einzigartig zu positionieren, dazu muss alles, was bisher war und ist, ignoriert, sowie klein und belanglos geredet werden. „Jede ernstzunehmende Kulturstadt hat einen eigenen Jazzklub. In Klagenfurt war das bis dato nicht wirklich der Fall.“ meint der Obmann im Lokalfernsehen. Dabei feierte ganz offensichtlich und medial präsent der Blues und Jazzkeller Kamot im Oktober d.J. sein 25jähriges Bestehen und der Verein Innenhofkultur bringt seit 26 Jahren die weltweit innovativsten und interessantesten Jazzprojekte nach Klagenfurt. Carla Bley, Ralph Towner, Jan Garbarek, Barbara Thompson, David Murray, Dave Liebmann, Michel Godard, Ron Mc Clure, John Surman, Xu Fengxia, Kahil El Zabar, Billy Bang, Phil Minton, Brian Blade, Bojan Zulfikarpasič, Dhafer Youssef, John Scofield und mehr als hundert weitere internationale Jazzgrößen und ebensoviele österreichische Jazzer gingen und gehen bei diesen beiden Veranstaltern aus und ein. Beiden Veranstaltern strich die Stadt Klagenfurt und auch das Land in den letzten Jahren konsequent die Förderung oder reduzierte sie auf einen beschämenden Betrag, der den Namen Förderung nicht verdient. Ganz so, als hätten die zuständigen Referenten der letzen Jahre alles für einen Veranstalter ihres Zuschnitts aufgespart. Und dann gibt es auch noch das Theatercafe! Es gibt als einmonatiges Festival das Musikforum Viktring! Warum sich die Betreiber des Jazzklubs Kammerlichtspiele nicht im Kreis der langjährigen Veranstalter einfinden wollen, warum sie sich nicht an der dem Jazz zugrundeliegenden Philosophie der gegenseitigen Akzeptanz und des gegenseitigen Respekts für das von Kollegen Geleistete und über eine belebte und vielfältige Jazzszene in Klagenfurt erfreuen, warum sie sich den Verkleinerungswünschen der Kulturreferenten fügen, lässt sich vielleicht damit erklären: kontinuierlich arbeitende Jazzveranstalter gibt es in Klagenfurt seit langem mindestens vier, ein Jazz- Etablissement existiert aber tatsächlich erst seit Oktober 08.

Angelika Hödl
Obfrau IG KIKK, mobil 0664 /34 68 760

Klagenfurt/Celovec, 17.12.2008

Termine

am So, 02.06.2024 um 17:00

EXTRA DRY – Ein musikalisch-kulinarisches Ereignis | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt EXTRA DRY – Musik
verbindet europäische Musiktradition mit der Kunst der Improvisation.
– ist Vielstimmigkeit ohne Sentiment – armenisch, kärntnerisch, slowenisch, notiert und imaginiert – da Capo al Coda.
– macht Noten mit Köpfen und spielt Musik mit Zwischentönen.
Spontaneität, Spielwitz, Emotionalität und Virtuosität sind die musikalischen Markenzeichen des Trios.
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EXTRA DRY – Kulinarik
Armenische Familie Asatrian (Schaschlik, Beilagen, Süßes)
Eintritt: 50,– (Musik | Getränk | Grill-Buffet)
Kartenreservierungen & Onlinekauf:
office@innenhofkultur.at | www.innenhofkultur.at | Telefon | SMS
am Mo, 03.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss
am Mi, 05.06.2024 um 20:00

SAXNIGHT | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Das Saxofon spielt in der Geschichte des Jazz eine wichtige Rolle. Es waren immer wieder Saxofonisten die als Protagonisten und Erneuerer dieser Musikrichtung in Erscheinung traten.
Lester Young, Charlie Parker, John Coltrane, Sonny Rollins, Wayne Shorter sind nur einige Persönlichkeiten deren Schaffen bis heute present ist.
Auf den Spuren dieser „Giants“ im Jazz bewegen sich die Studierenden des Hauptfaches Jazz Saxofon an der GMPU unter der Leitung von Michael Erian.
Es spielen:
Katharina Schwab (alt sax, bari sax)
Manca Krivec (ten sax)
Filip Majcen (ten sax)
Raffael Ortner (alt sax)
Gregor Skaza (alt sax)
Stefan Koller (alt sax)
Julian Schunter (alt sax)
Michael Erian (ten sax)

Rhythmusgruppe:
Laka Spehar (p)
Urban Cedelnik (b)
David Ambrosch (dr)

Eintritt: Freiwillige Spende!
am Do, 06.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss
am Fr, 14.06.2024 um 20:00

Das bin ich also | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebücher für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt.

„25. Dezember Elend, elend und doch gut gemeint. Es ist ja Mitternacht, aber das ist, da ich sehr gut ausgeschlafen bin, nur insoferne Entschuldigung als ich bei Tag überhaupt nichts geschrieben hätte. Die angezündete Glühlampe, die stille Wohnung, das Dunkel draußen, die letzten Augenblicke des Wachseins sie geben mir das Recht zu schreiben und sei es auch das Elendste. Und dieses Recht benütze ich eilig.
Das bin ich also.”

Kartenkauf online über kaernten.live/theater-artis oder via E-Mail karten.artis@gmx.at
regulär 17€/ermäßigt 12€ (für Schüler*innen, Student*innen., Auszubildende)

Konzept und Regie: Michael Watzenig
Lesung und Performance: Robert Grießner
Musik und Komposition: Sebastian Weiss