BERNIE MALLINGER OPEN

Datum: Sa, 02.10.2004
Veranstalter: Verein Innenhofkultur
Ort: Künstlerhaus Klagenfurt

Bernie Mallinger_violine
Karen Asatrian_piano
Reinhold Kogler_gitarre
Wolfram „Woofy“ Abt_bass
Reinhardt Winkler_schlagzeug

Groove und Sophistication

Musik, die ehrlich sein will, muß auf den subjektiven Erfahrungen der Musiker basieren und zugleich die Bedingungen, unter denen musiziert wird, mitreflektieren. Das mag in der Natur der Jazzmusik leichter möglich sein als im Bereich zwischen Rock und Funk, wo man sich sehr schnell am Glatteis des Kopierens wiederfindet. Je nun, die wahre Synergie, die einen eigenständigen Stil und Sound evoziert,
liegt wie im vorliegenden Fall in der Emanzipation aller Gruppenmitglieder. Das Unternehmen „Bernie Mallinger Open“, das schon im Namen den Idealfall musikalischer Intention verrät, mag zwar eine Art der ohnehin nie klar definierten Fusionmusic im wahrsten Sinne des Begriffes sein, zeigt sich aber als seltene Erscheinung tatsächlich eigenwilliger – überwiegend funkiger – Groove-Musik, die über diese Synergie zu oft energischer Gruppendynamik findet. Die raffinierte stilistische Rezeptur, rhythmisch äußerst abwechslungsreich und eingefärbt mit changierenden Sounds oder auch schon mal dem exotischen Touch der vom Pianisten Karen Asatrian eingebrachten armenischen Folkelemente, ist aber letztlich weniger entscheidend als die kongeniale Verbindung von fünf Individualisten, die allesamt große Könner stellen. Die klanglich facettenreich wie kraftvoll eingesetzte Geige von Bernie Mallinger einerseits und die bestechend kurbelnden Drums von Reini Winkler andererseits prägen dabei noch den Vorwärtsdrang in Richtung Interaktion. Knackig, fetzig, aber auch schon mal mit einer lyrisch weit geöffneten Ader.
Vor allem aber gelingt der Band der Kunstgriff, den heikelsten Bogen in der sogenannten Popularmusik zu schließen, nämlichen jenen zwischen Groove und Sophistication. Griffige Riffs und zupackende Soli, pointierte Effekte und Sounds treffen noch dazu in einer geschmackssicheren Ausstattung aufeinander,
die das wichtigste Moment der Groove-Musik überhaupt in sich hat: das Gefühl der jederzeitigen Steigerungsfähigkeit.
Otmar Klammer
Bernie Mallinger
Geboren am 23.6.1969 in Wolfsberg/Kärnten, Österreich.
Mit 5 Jahren erster Violinunterricht an der Musikschule Wolfsberg.
Mit 8 Jahren Wechsel an das Kärntner Landeskonservatorium.
Als 14-jähriger erster Kontakt mit einer Stephane Grappelli – Schallplatte. Seit diesem Tag intensive Beschäftigung mit allen Arten der Jazz- und Crossovermusik.
Nach der Reifeprüfung Beginn des Studiums „Konzertfach Violine“ an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz .
1993 erste Diplomprüfung – mit Auszeichnung.
1996 zweite Diplomprüfung.
Von 1993 bis 1995 Studium „Jazzgesang“ an der Abteilung Jazz bei Andy Bey und Mark Murphy.
Nach dem Studienabschluss mehrmonatiger Aufenthalt in den U.S.A. zur Vertiefung und Pflege des autodidaktisch Erlernten (New School of Music, Manhattan School of Music, Juilliard School in New York).
Seit 1997 freischaffender Musiker.
In den folgenden Jahren Mitwirkung bei ca. 50 CD – Produktionen in den Bereichen Jazz, Folk, Rock, Pop und Neue Musik.
Bühnentätigkeit angefangen vom Duo bis zum Solisten mit Orchester und Big Band.
Mitwirkung in zahlreichen Theater- und Schauspielproduktionen.
Seit dem Wintersemester 1999/2000 Lehrauftrag „Instrumentalpraxis für Violine-Jazz“ an der Kunstuniversität Graz, Abteilung Jazz.
Weitere pädagogische Arbeit im Rahmen von Workshops und Jazztagen in Österreich, Deutschland, Spanien und den U.S.A..
Neben der Unterrichtstätigkeit jedoch hauptsächlich als aktiver Musiker, Komponist und Arrangeur tätig. Spielte mit verschiedensten
Projekte und Konzerte in ganz Europa sowie in Asien, Nord- und Südamerika.

Live/Studio Zusammenarbeit:
Bernie Mallinger Open
Philip Catherine
Austrian Art Ensemble
Klaus Paier Trio
Movimiento String Quartet
Trio Fürchtet Euch Nicht
Richard Österreicher
Neuwirth Extremschrammeln
Jan Pieter Martens
GEG
Shenanigans
Reinhard Ziegerhofer Folkjazzquartett
Karl Hodina
NOX
Sir Oliver Mally
Chuck Le Monds
Manfred Josel Trio
Chris der Berg‘s Zappamania
SHEE
Karen Asatrian Brahmsprojekt
Flo Randacher
Arnoldo Moreno
Die geilen Schweine
B-Funk Family

Termine

am Fr, 26.07.2024 um 18:30

Bewegte Töne – eine Synästhesie | Echospiel | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Sofia Garzotto - Percussion
Jerca Roznik Novak - Tanz

Eintritt: 22 | 11 €

Eine übersinnliche Performance an der Grenze zwischen Klang und Bewegung. Wenn der Tanz zur Musik für die Augen und die Musik zum Tanz für die Ohren wird, dann verwandelt sich die Bühne in einem unentdeckten Ort, in dem das Hören, das Sehen und das Fühlen in einem eindringlichen Erlebnis verschmelzen.
(c) Lukasz Czapski
am Sa, 27.07.2024 um 10:00

Kinder-Bewegungsworkshop mit Echospiel | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Bewegte Töne ist ein Workshop, in dem Klang und Bewegung in einen Dialog zusammengebracht werden. Der Workshop konzentriert sich auf grundlegende musikalische und tänzerische Übungen und ermöglicht so auch Kindern ohne besondere Vorkenntnisse Freude am Spielen zu haben und bei dieser Erfahrung mitzumachen. Die Kinder lernen dabei, sich selbst in ihrem Körper zu spüren, die anderen wahrzunehmen bzw. sich mit ihnen in Dialog zu setzen.

Begrenzte Teilnehmer*innen-Anzahl
Dauer des Workshops: 90 min.
Kosten: 15€ pro Kind
am Sa, 03.08.2024 um 13:00

Break To The Woods | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Die Break To The Woods Jam ist ein Tanzwettbewerb, der heuer sein 5. Jubiläum abhält. Der international bekannte Bewerb wird als „Battle“ ausgetragen, bei dem Tänzer*innen aus ganz Europa teilnehmen können, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Erfahrung. Internationale Judges entscheiden fair darüber, wer gewinnt. Verschiedene Künstler*innen werden eingeladen und sind als Judges, DJs und Hosts Teil des Events. Die Judges entscheiden, welche Tänzer*innen in den einzelnen Runden weiterkommen, um am Ende die Gewinner*innen kühren zu können. Die DJs spielen während der Battles und Pausen die Musik für Tänzer*innen und Besucher*innen. Für die richtige Stimmung sorgt der Host.

Eintritt:
ab 16 Jahren: 12€
Kinder 10-16 Jahre: 5€

Tänzer*innen: 5€
+ 5€ pro Kategorie
am Sa, 24.08.2024 um 20:00

Zusatzvorstellung „Das Bin Ich Also“ | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebüchern für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt. Ergänzt werden Musik und Lesung durch eine visuelle Bühnengestaltung, die sich sowohl aus klassischer Bühnenbeleuchtung, als auch aus auf die Bühne projezierten Strukturen und Inhalten ergibt.
am Fr, 30.08.2024 um 20:00

Zusatzvorstellung „Das Bin Ich Also“ | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebüchern für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt. Ergänzt werden Musik und Lesung durch eine visuelle Bühnengestaltung, die sich sowohl aus klassischer Bühnenbeleuchtung, als auch aus auf die Bühne projezierten Strukturen und Inhalten ergibt.
am Sa, 31.08.2024 um 20:00

Zusatzvorstellung „Das Bin Ich Also“ | Villa For Forest

Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt Anlässlich des 100. Todestags des Schriftstellers Franz Kafka widmet sich Theater Artis der Bearbeitung Kafkas Tagebüchern für die Bühne im Rahmen einer performativ-musikalischen Lesung.
Durch die sorgfältig ausgewählten Texte bekommt man einen neuen Einblick in Kafkas Denken und Schreiben. Seine Tagebucheinträge werden nicht nur gelesen. Vielmehr werden mittels Musik und Inszenierung Stimmungen und Atmosphären erzeugt. Ergänzt werden Musik und Lesung durch eine visuelle Bühnengestaltung, die sich sowohl aus klassischer Bühnenbeleuchtung, als auch aus auf die Bühne projezierten Strukturen und Inhalten ergibt.