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Rosenkranz, Haider: Udo Jürgens klagt an …

Profil Peter Michael Lingens, 8.3.2010
Das Problem heißt
Dichand

Ohne ihn wäre Barbara Rosenkranz das
harmlose Restexemplar einer aussterbenden Art – mit ihm ist sie ein guter Grund
auszuwandern.

Es gibt nur wenige Gelegenheiten, bei denen
die Welt Österreich wahrnimmt: Als Bruno Kreisky Simon Wiesenthal beschimpfte,
als Kurt Waldheim zur ­Affäre wurde, als Wolfgang Schüssel Jörg Haider an die
Brust drückte, als Josef Fritzl seinen Kerker öffnen musste und als
rechtsradikale Parteien die Volkspartei überflügelten, nahmen die
internationalen Medien von Österreich Notiz. Jetzt werden sie bis Anfang Mai
über das seltsame Land berichten, in dem eine Barbara Rosenkranz allen Ernstes
für das höchste Amt des Staates kandidiert und dabei die fanatische
Unterstützung der größten Zeitung des Landes erfährt.

Man wird genüsslich jede einzelne verbotene, braune Aktivität ausbreiten, in
die ihr Ehemann an ihrer trauten Seite verwickelt war, und kein
deutschsprachiges Medium wird darauf verzichten, die Namen ihrer Kinder als ihr
genetisches Programm zu zitieren.

Folgendes Horrorszenario ist durchaus realistisch: Die vielen Wähler, die vom
sicheren Sieg Heinz Fischers überzeugt sind, gehen, insbesondere wenn am 25.
April die Sonne scheinen sollte, lieber spazieren als wählen, weil sie meinen,
dass es auf ihre Stimme in keiner Weise ankommt. Im Gegensatz zu ihnen folgen
die freiheitlichen Wähler der Vorsehung und der „Kronen Zeitung“ und geben ihre
Stimme für Rosenkranz ab. Zu ihnen gesellen sich „christliche“ Wähler vom
rechten Rand der ÖVP und all jene unpolitischen Schwachsinnigen aus der Leserschaft
der „Krone“, die noch jeder Kampagne ­ihres Leibblattes gefolgt sind.

Dann muss Heinz Fischer um den Sieg zittern. Natürlich gibt es auch das
gegenteilige Traumszenario: Die jungen Wähler der FPÖ können mit Rosenkranz so
wenig anfangen wie die vielen zufälligen Protestwähler. Selbst dem rechten Rand
der ÖVP ist Rosenkranz zu rechts. Und selbst die unpolitischen Ahnungslosen der
„Krone“ folgen nicht jedem Wort, das ihr Herausgeber ins Blatt sabbert.
Gleichzeitig gehen alle Leute, die Heinz Fischer schätzen, und auch alle, denen
bei Rosenkranz übel wird, selbst bei strahlendem Wetter ins Wahllokal.

Dann erringt Heinz Fischer einen Erdrutschsieg, und ­Rosenkranz samt FPÖ
erleidet eine Erdrutschniederlage. Ich hätte mir vorstellen können, dass die
Spitzen der ÖVP und die Spitzen der Grünen ein solches Szenario angestrebt und
eine energische Wahlempfehlung für Heinz ­Fischer verlautbart hätten. Es wäre
das gleichzeitig ein so positiver Beitrag zur politischen Kultur des Landes
gewesen: dass Politiker in der Lage sind, die gute Leistung Heinz ­Fischers als
Bundespräsident anzuerkennen, obwohl er aus einer anderen Partei kommt, statt
nur aufgrund der hohen Kosten und geringen Chancen auf einen eigenen Kandidaten
zu verzichten. Aber so weit hat es nicht gereicht: Josef Pröll konnte nicht
sagen, dass Heinz Fischer auch die Stimmen der schwarzen Wähler verdient, und
Eva Glawischnig konnte es bestenfalls durchblicken lassen. Also hoffe ich am
Wahltag auf Nieselregen, der jeglichen Sonntagsausflug verhindert, aber nicht
so stark ist, dass er auch vom Gang ins Wahllokal abhält.

Am Zustand des Landes wird selbst ein Erdrutschsieg Heinz Fischers nur wenig
ändern. Wäre Frau Rosenkranz eine fesche 30-Jährige, die mit dem jungen Gudenus
verheiratet ist und ihre Kinder John und Kevin nennt, so erzielte sie mit
Sicherheit ein Sensationsergebnis, auch wenn sich das Weltbild der Familie
Gudenus nur marginal von dem der Familie Rosenkranz unterscheidet.

Ein beängstigend großer Teil der Österreicher hat für die ewiggestrigen braunen
Flecken und die zukünftigen Risken dieses Weltbilds kein Sensorium. Das hat
viele historische Gründe und eine gegenwärtige Ursache: die „Kronen Zeitung“.
Seit Jahrzehnten prägt dieses Blatt das politische Bewusstsein der Mehrheit in
eben diesem Sinne: gegen die Ausländerflut, gegen das vereinte Europa, gegen
die Globalisierung und vor allem gegen die Zukunft. Das gelingt ihr so leicht,
weil es dem Unterbewusstsein so vieler Österreicher entgegenkommt, aber sie
erschafft dieses dumpfe Unterbewusstsein auch immer wieder neu. Österreich wird
nicht nur durch den Herrn Karl symbolisiert, sondern mindestens so sehr durch
seinen Onkel Hans.

Barbara Rosenkranz wäre das harmlose Restexemplar ­einer aussterbenden Art,
wenn es Hans Dichand nicht gäbe.

Hans Dichand wäre nicht so mächtig, wenn es Österreichs Politikern nicht so
völlig an Zivilcourage fehlte. Ich kenne nur zwei politische
Spitzenfunktionäre, die ihm ernsthaft und ohne jede Rücksicht auf Verluste
entgegen­getreten sind: Außenministerin Ursula Plassnik und – ausgerechnet –
Wolfgang Schüssel, der dafür gleich zweimal Jörg Haider umarmt hat (wobei ich
ihm nach wie vor mildernd zugutehalte, dass er ihn dabei fast erstickt hat,
auch wenn der Erfolg nicht von Dauer war). Schüssel, was immer man ihm sonst vorwerfen
mag, hatte das Format und die Stärke, diese Auseinandersetzung auch erfolgreich
durch­zustehen. Gusenbauer und Faymann haben Dichand eine
Unterwürfigkeitsadresse geschickt.

Wie lange es brauchen wird, bis sie begreifen, dass die „Kronen Zeitung“ all
dem im Wege steht, was Sozialdemokratie an Humanität gewollt hat, weiß ich
nicht. Genauso wenig, wie ich weiß, wann die „Bürgerlichen“ und
„Christlichsozialen“ begreifen werden, dass Hans Dichand alles Mögliche, nur
nicht bürgerlich, christlich oder sozial ist.
peter.lingens@profil.at


Profil, Rainer Nikowitz, 8.3.2010
Alles in Mutter!
Barbara Rosenkranz,
Bundespräsidentschaftskandidatin der „Krone“ und anderer demokratiepolitisch wertvoller
Institutionen, spricht im nie geführten Interview wieder einmal Klartext.

profil: Frau Rosenkranz, wie war das denn jetzt: Hat es den
Holocaust gegeben?
Rosenkranz: Ich habe dazu das
Wissen, das ein Österreicher hat, der zwischen 1964 und 1976 in
österreichischen Schulen war. Das ist also mein Wissen von der Geschichte, und
daran habe ich überhaupt keine Änderung vorzunehmen.

profil: Das heißt also, in Ihrem
Geschichtsunterricht wurde dieses Thema eingehend besprochen.
Rosenkranz: Nein, überhaupt nicht.
Darum hab ich ja überhaupt keine Änderung vorzunehmen.

profil: Aha. Nun, wenn ich Sie kurz mit den neuesten Erkenntnissen der
zeitgeschichtlichen Forschung vertraut machen dürfte: Es gab
Konzentrationslager mit Gaskammern.
Rosenkranz: Waren Sie damals dabei?

profil: Nein. Die Gnade der späten
Geburt.
Rosenkranz: Nun ja. Wenn Sie das für
eine Gnade halten.

profil: Die Abfassung des Kodex Hammurabi und die Französische Revolution
haben aber auch ohne mich stattgefunden.
Rosenkranz: Sagt wer?

profil: Ein paar Millionen
Historiker weltweit?
Rosenkranz: Da gibt es auch immer
verschiedene Meinungen.

profil: Ja. Beim Holocaust vor allem
die von Mahmoud Ahmadinejad.
Rosenkranz: Sehen Sie! Das ist zum
Beispiel ein zukünftiger Amtskollege, auf den ich mich wirklich freue.

profil: Der ist aber Moslem. Mit
denen haben Sie es ja auch nicht so.
Rosenkranz: Niemand ist perfekt. Aber er gibt sich zumindest Mühe, das
anderweitig gutzumachen.

profil: Und was ist aber nun mit den
Zeugen für den Holocaust? Was ist mit denen, die das KZ überlebt ­haben?
Rosenkranz: Ach, wissen Sie,
letztens hab ich in Wien auf der Straße einen Mann gesehen, der hatte auf
seinem Unterarm irgendwelche komischen asiatischen Schriftzeichen.

profil: Und warum erzählen Sie mir
das?
Rosenkranz: Eintätowieren kann man
sich bald was. Haut ist geduldig.

profil: Wenn ich also zusammenfassen
darf: Den Holocaust hat es nie gegeben.
Rosenkranz: Das habe ich nie gesagt. Hören Sie auf mit dieser linkslinken
Schmutzkübelkampagne.

profil: Aber das Gegenteil haben Sie
auch nicht gesagt.
Rosenkranz: Ich denke, ich habe mich
klar ausgedrückt.

profil: Würden Sie sich noch klarer
ausdrücken, wenn es dieses furchtbare, die Menschenrechte mit Füßen tretende
Verbotsgesetz nicht gäbe?
Rosenkranz: Recht und Gesetz sind eben nicht zwingend immer dasselbe.

profil: Können Sie eigentlich einmal
eine Frage mit Ja oder Nein beant­worten?
Rosenkranz: Versuchen Sie gerade, meine Meinungsfreiheit zu beschränken? Da
bin ich allergisch. Es ist schließlich kein Zufall, dass die Freiheitliche
Partei so heißt, wie sie heißt.

profil: Na ja. Alle Namen, die
besser passen würden, sind halt leider auch verboten.
Rosenkranz: Sie sagen es. Ich kann ja noch von Glück reden, dass mir
niemand verboten hat, meinen Kindern die von mir gewünschten Namen zu geben.

profil: Stimmt. Nicht auszudenken,
wenn sie die alle zum Abendessen riefen und es nicht wie die gesamte „Edda“
klänge.
Rosenkranz: Mein Mann sagt immer,
andere sind manisch-depressiv und wir halt manisch-germanisch. Was is
gescheiter?

profil: Nun ja. Gegen eins von
beiden gibt es wenigstens Medikamente. Aber wenn Sie schon Ihren Mann ansprechen:
Sie tun ja meistens so, als wüssten Sie gar nicht, was er schon so alles gesagt
und geschrieben hat.
Rosenkranz: Muss ich das wissen?

profil: Es besteht zumindest eine
gewisse Wahrscheinlichkeit.
Rosenkranz: Hören Sie, wir haben
zehn Kinder. Die mussten erst gezeugt und dann versorgt werden. Glauben Sie, da
kommt man groß zum Reden?

profil: Sind Sie oder Ihr Mann
rechtsextrem?
Rosenkranz: Nein.

profil: Nein?
Rosenkranz: Solche Beurteilungen
sind halt immer eine Frage des Stand­punktes.

profil: Und von welchem Standpunkt
aus betrachten Sie das gerade?
Rosenkranz: Von einem der Mitte. Und der könnte genauso gut von Attila dem
Hunnenkönig, General Franco oder sonst einer angesehenen Persönlichkeit der
Geschichte stammen.

profil: Ihr Parteichef Strache hat
Ihnen die Latte ganz schön hoch gelegt: Er nennt als Wahlziel 35 Prozent.
Rosenkranz: Da tät er aber schön
schauen, wenn ich die schaffe.

profil: Wieso? Er würde sich doch
sicher freuen.
Rosenkranz: Aber maximal bis zu
seinem eigenen Wahlergebnis in Wien.

profil: Höre ich da gewisse
Unstimmigkeiten heraus?
Rosenkranz: Ich habe dazu das
Wissen, das ein Österreicher hat, der zwischen 1964 und 1976 in
österreichischen Schulen … Öha! Jetzt hab
ich mich doch glatt vertan!
rainer.nikowitz@profil.at


Profil, Sven Gächter, 8.3.2010
Die Krassprediger
Barbara Rosenkranz tritt als
Bundespräsidentschaftskandidatin an. Das ist kein Scherz, das ist
österreichische Realität.

Es könnte noch viel schlimmer kommen. Es
könnte ­beispielsweise Barbara Rosenkranz am 25. April nach einem furiosen
Wahlkampf zur Bundespräsidentin gewählt werden. Es könnte nach einem finalen
Koalitionskrach und vorgezogenen Neuwahlen H. C. Strache mit knappem Vorsprung
auf SPÖ und ÖVP die Kanzlerschaft beanspruchen und, weil beispielsweise die ÖVP
gern in der Regierung verbliebe, auch bekommen. Und es könnte schließlich
Martin Graf vom Dritten umstandslos zum Ersten Nationalratspräsidenten
aufrücken. Der rechte Erdrutsch wäre perfekt, und Österreich müsste sich um
seine Reputation im Rest der Welt keine Sorgen mehr machen, denn die Reputation
wäre damit vollends dahin.
Andererseits muss man nicht immer gleich mit dem Schlimmsten rechnen – die
aktuelle Lage ist schon beklemmend genug. Die aktuelle Lage besteht darin, dass
Barbara Rosenkranz allen Ernstes als Bundespräsidentschaftskandidatin antritt
und es hinreichend viele Menschen hierzulande gibt, die dies mehr oder weniger
ausdrücklich begrüßen. Einige Demoskopen rechnen deren Anteil jetzt schon bis
zu einem Drittel der Wahlberechtigten hoch, und zwar ganz ohne fatalistischen
Galgenhumor.

Willkommen in der österreichischen Normalität anno 2010! Frau Rosenkranz verlor
keine Zeit und stellte als Erstes wieder einmal das Verbotsgesetz zur
Disposition, höchstwahrscheinlich nicht, um jene bürgerlichen Feingeister
anzusprechen, die aufgrund ihrer humanistischen ­Bildung mit Voltaires
Toleranzideal vertraut sind. Aufklärung war noch nie ein Steckenpferd des rechten
Lagers und wird es auch in der nunmehr ausgerufenen Ära Rosenkranz mit
Sicherheit nicht werden.

Hauptleidtragender der neuen Konstellation ist zunächst der amtierende
Bundespräsident. Heinz Fischer kann nicht souverän auf die mangelnde
Satisfaktionsfähigkeit seiner Gegenkandidatin verweisen. Er wird sich im
Gegenteil mit dem haarsträubenden Vorwurf herumschlagen müssen, ein
amtsbekannter Linksextremist zu sein, sehr zum Vergnügen namhafter Teile der
ÖVP wohl auch, die den geradezu infamen FPÖ-Anspruch auf ­Bürgerlichkeit gern
so lange unwidersprochen lassen, als er dazu taugt, der SPÖ Stimmenpotenzial
abzugraben.

Der anbrechende Präsidentschaftswahlkampf hat somit die besten Voraussetzungen,
zu einem absurden Satyrspiel zu geraten, das allerdings die herrschenden
Kräfteverhältnisse im Land durchaus unverfälscht abbildet. Man kann sich, so
verführerisch es auch wäre, der durch Frau Rosenkranz und ihr Umfeld
repräsentierten Wirklichkeit nicht verschließen, weil sie den politischen
Alltag in Österreich massiver denn je prägt.

Rechtsextremismus ist kein Gespenst, das in Sonntagsreden zur gefälligen
Einschüchterung labiler Seelen beschworen wird, Rechtsextremismus gilt
mittlerweile als die salonfähige ­Alternative zu allem, was die Republik sich
seit Kriegsende an demokratischer Hochkultur erarbeitet hat, zum Teil ­unter
erheblichem Schmerzaufwand. Wenn Cato in der „Kronen Zeitung“ wieder
unverhohlen das Hohelied auf mutige ­Mütter anstimmt, dann fragt man sich, ob
die Zeitrechnung wirklich in allen Köpfen nach denselben Regeln funktioniert.

Ich habe das Wissen, das ein Österreicher hat, der zwischen 1964 und 1976 in
österreichischen Schulen war“, antwortete Rosenkranz im Radio auf die Frage, ob
sie die Existenz von Gaskammern im Zweiten Weltkrieg in Zweifel ziehe. Ein
simples Nein wäre erhellender gewesen – vorausgesetzt, Frau Rosenkranz vertritt
in diesem Punkt eine mit dem Verbotsgesetz kompatible Position, jenem
Verbotsgesetz nämlich, dessen Berechtigung sie bei jeder Gelegenheit sehr
entschieden in Zweifel zieht. Die Koketterie mit Überzeugungen, die das
antifaschistische Substrat der Republik unterlaufen, ist in einschlägigen
Kreisen seit Jörg Haider ein beliebtes rhetorisches Spiel. Es dient dazu, die
„Linken“ zur Weißglut zu treiben (mit routinemäßigem ­Erfolg), die Justiz zu
necken (mit wechselndem Erfolg), vor allem aber, einer immer größeren und
keinesfalls mehr ängstlich schweigenden Minderheit zu signalisieren, dass sie
sich in ihrer reaktionären Weltanschauung ruhig zu Hause fühlen darf (mit durchschlagendem
Erfolg).

Die Aussicht auf den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf (und alle
weiteren Wahlkämpfe in näherer Zukunft) ist zutiefst bedrückend, weil er von
Inhalten und Debatten dominiert sein wird, die weit jenseits der einem
zivilisierten Gemeinwesen entsprechenden Standards angesiedelt sind. Man muss
nicht immer gleich mit dem Schlimmsten rechnen, aber es ist schlimm genug, dass
die Themenführerschaft und die Dik­tionshoheit des politischen Geschehens in ­Österreich
mittlerweile fest in den Händen von Krass­predigern wie H. C. Strache, Martin
Graf und Barbara Rosenkranz liegen. Und sie werden den Teufel tun, sich dieses

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