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"Räuberische Politiker" und "größenwahnsinniger Bürgermeister".

Der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler hat am Mittwochabend im Klagenfurter ORF-Theater die 33. Tage der deutschsprachigen Literatur mit seiner Rede zur Literatur eröffnet. Der Text „Der Katzensilberkranz in der Henselstraße“ geriet einerseits zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmann, andererseits zu einer beinharten politischen Abrechnung mit den Mächtigen in seinem Bundesland. Ein weiteres Epizentrum der Rede war der tragische Unfalltod eines neunjährigen Buben vor zwei Jahren in der Kärntner Landeshauptstadt.

Immer wieder flicht Winkler Zitate aus Bachmann-Werken in seinen Text ein, dessen Titel ebenfalls direkt mit der Autorin zu tun hat. In der Henselstraße hat Bachmann einen Teil ihrer Kindheit und ihrer Jugend verbracht. Winkler: „Kinder legen alte Worte ab und neue an“, steht in der Prosa „Jugend in einer österreichischen Stadt“ – einer Stadt, die Ingeborg Bachmann in dieser Geschichte nur einmal mit dem Buchstaben „K“ identifiziert.“Dies löst bei Winkler Erinnerungen an die eigene Jugend, an die Schulzeit aus.

Die Assoziationskette geht weiter zu dem Unfalltod an einer Kreuzung unweit der Henselstraße: „…seinen Verletzungen erlegen ist auch der neunjährige Lorenz Woschitz, vor zwei Jahren, als einem größenwahnsinnig gewordenen Bürgermeister und einem ebenso größenwahnsinnigen Landeshauptmann, den beiden Hausherrn der Stadt K. und des Landes K., in den Kopf gestiegen war – der eine hat später, schwer alkoholisiert, aus seinem mit dreifach überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Auto ein beim Aufprall mehrfach sich überschlagendes Geschoß gemacht -, für drei Fußballspiele, für viereinhalb Stunden Fußball also, ein gigantisches Fußballstadion in dieser Kleinstadt zu bauen. Der neunjährige, gerade aus der Schule kommende Lorenz Woschitz, der auf dem Heimweg war, wurde in Klagenfurt an einer Kreuzung – damals ein Dreivierteljahr lang eine ein paar hundert Quadratmeter große Baustelle -, die er auf einem Zebrastreifen bei Grün überquerte, von einem Lastwagen überfahren und getötet.“

Die Anklage Winklers: Für den Bau des Fußballstadions seien immer wieder Arbeiter von eben dieser Kreuzung abgezogen worden. Und so „haben die verantwortlichen Straßenbauer, die Sensenmänner von Klagenfurt, wie ich sie nenne, schließlich den Tod eines Schulkindes buchstäblich aus dem Asphalt gestampft“.

Wien (dpa) | 24.06.2009 20:39 Uhr

Bachmann-Preis: Winkler kritisiert Mächtige
Mit einer stark politisch ausgerichteten «Rede zur Literatur» hat der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler am Mittwochabend den Wettbewerb um den 33. Ingeborg Bachmann-Preis in Klagenfurt eröffnet.
 
An dem prestigeträchtigen Vorlese-Wettbewerb, der mit 25 000 Euro dotiert ist, nehmen in diesem Jahr 14 deutschsprachige Autoren und Autorinnen teil. Der Sieger wird am Samstagabend bekanntgegeben.
Winkler (56), Büchner-Preisträger 2008, nutzte die Eröffnung nach einem vorab verbreiteten Redetext zu einer politischen Abrechnung mit den Regierenden seiner Heimat Kärnten. Sein Text «Der Katzensilberkranz in der Henselstraße», in den er immer wieder Zitate aus Werken der Klagenfurter Schriftstellerin Ingeborg Bachmann einflocht, geriet so einerseits zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmann, andererseits zur harten politischen Abrechnung mit den Regierenden des österreichischen Bundeslandes.
Nach Winklers Rede wurde die Lese-Reihenfolge für die 14 Teilnehmer des Bachmann-Wettbewerbs ausgelost. Bis Samstag tragen sie ihre bisher unveröffentlichten Prosatexte einer siebenköpfigen Jury vor. An dem Wettbewerb, der wieder vom Gemeinschaftssender 3sat übertragen wird, nehmen in diesem Jahr sieben Autoren aus Deutschland, vier aus Österreich sowie drei aus der Schweiz, Frankreich und Spanien teil.
Die teilnehmenden Autoren sind: Ralf Bönt aus Berlin, Katharina Born (Paris und Berlin) Karsten Krampitz (Berlin), Lorenz Langenegger (Schweiz), Christiane Neudegger (Berlin), Jens Petersen (Pinneberg) Bruno Preisendörfer (Berlin), Karl-Gustav Ruch (Barcelona), Gregor Sander (Berlin), Catarina Satanik (Wien), Andreas Schäfer (Berlin), Linda Stift (Wien), Philipp Weiss (Wien) und Andrea Winkler (Wien). 
Auch in diesem Jahre werden alle in Klagenfurt vorgelesenen Texte im Anschluss an den Vortrag in Deutsch und sechs weiteren Sprachen ins Internet gestellt. Dort werden dann auch die übersetzten Kommentare der Jury zu finden sein.
Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er ist nach der in Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt. Die teilnehmenden Autoren lesen vor Publikum aus unveröffentlichten Prosatexten. Über die Preisvergabe stimmen die sieben Juroren öffentlich ab.

Josef Winkler: „Die Sensenmänner von Klagenfurt“

24.06.2009 | 18:00 |  Von Josef Winkler (Die Presse)
Der Kärntner Schriftsteller eröffnete am Mittwoch in Klagenfurt die 33. Tage der deutschsprachigen Literatur: „Der Katzensilberkranz in der Henselstraße“ enthält heftige Angriffe auf die Kärntner Politik.
 
1. „ Weil ich, in jener Zeit, an jenem Ort, unter Kindern war und wir neuen Platz gemacht haben, gebe ich die Henselstraße preis, auch den Blick auf den Kreuzberg, und nehme zu Zeugen all die Fichten, die Häher und das beredte Laub. Und weil mir zum Bewusstsein kam, dass der Wirt keinen Groschen mehr für eine leere Siphonflasche gibt und für mich auch keine Limonade mehr ausschenkt, überlasse ich anderen den Weg durch die Durchlaßstraße und ziehe den Mantelkragen höher, wenn ich sie blicklos überquere, um hinaus zu den Gräbern zu kommen, ein Durchreisender, dem niemand seine Herkunft ansieht.“ Steht in der Prosa „Jugend in einer österreichischen Stadt“ von Ingeborg Bachmann. Immer wieder, besonders abends, wenn es dämmert und in Klagenfurt die Straßen leer werden, gehe ich von der Khevenhüllerstraße, über die Radetzkystraße, Richtung Kaserne, wenige hundert Meter weiter, in die Henselstraße, in der Ingeborg Bachmann einen Teil ihrer Kindheit und ihre Jugend verbracht hat, betrachte einen großen, an der Zauntür des Nachbarhauses hängenden Schildpattkranz, einen Katzensilberkranz, wie ich ihn nenne, der aus Hunderten hostiengroßen Schildpatttalern zusammengefügt ist, ziehe ein leicht angeklebtes Schildpatt aus dem Kranz, stecke es schnell und verstohlen ein – auf meinem Schreibtisch wird es liegen müssen, sage ich mir, während ich diesen Text schreibe – und gehe, an das Katzensilber meiner Kindheit denkend, ein paar Schritte weiter zum Haus Nummer 26, zum Haus der Ingeborg Bachmann, das Katzensilber vor Augen, das ich damals am Flussufer der Drau gesammelt, nach Hause getragen, als Lesezeichen in „Winnetou I“ hineingesteckt habe – ein paar Jahre, bevor ich den Namen Ingeborg Bachmann das erste Mal hörte – , an der Stelle, wo Winnetou bei einem Zweikampf seinem damals noch weißen Feind Old Shatterhand ein Messer ins Herz stoßen wollte, aber auf der linken Brusttasche seines Gegners an der Sardinenbüchse abrutschte, so dass das Messer des Indianers seinem Feind Old Shatterhand oberhalb des Halses und innerhalb der Kinnlade in den Mund und durch die Zunge stieß und sein Blut, wie es in „ Winnetou I“ steht, „aus der äußeren Wundöffnung am Hals in einem beinahe fingerdicken Strahle herausrann“.
2. Vor dem Haus von Ingeborg Bachmann stehend und auf den über die Hausmauer rankenden Rosenstrauch und die Gedenktafel der Dichterin verdeckende weiße und rosafarbene Rosenblüten schauend, schiele ich immer wieder nach rechts, ein paar Häuser weiter, stadteinwärts, aufs Gartentor in der Henselstraße Nummer 22, an dem der große, schwere Schildpattkranz hängt, und stelle mir vor, dass dieser Schi
ldpattkranz am Gartentor des Hauses von Ingeborg Bachmann angebracht ist mit einer langen breiten Schleife und mit den aufgedruckten Worten aus ihrer Prosa „Jugend in einer österreichischen Stadt“: „In der Ausdünstung von Ölböden, von ein paar hundert Kinderleben, Zwergenmänteln, verbranntem Radiergummi, zwischen Tränen und Tadel, Eckenstehen, Knien und unstillbarem Schwätzen sind zu leisten: ein Alphabet und das Einmaleins, eine Rechtschreibung und zehn Gebote.“ Wenn Ingeborg Bachmann von der Ausdünstung der Ölböden in der Schule spricht, tauchen wieder die eigenen Erinnerungen vom schwarzen Ölboden im Unterrichtsraum auf, in der „Klasse“ der Dorfvolksschule, wie wir den Raum nannten – damals, wann war das? – , vor einem halben Jahrhundert schon, als der Kleindienst Gerhard, der älteste Sohn einer Keuschlerfamilie, deren Kinder jahrelang versteckt im eigenen Haus und Hof gehalten wurden und niemals mit den Bauernkindern des Dorfes spielen durften, zum ersten Mal an die Dorföffentlichkeit, in die Schule gehen sollte und sich im Flur des Schulhauses gegen den stark nach Öl riechenden Boden stemmte und schrie – wir warteten in der Klasse, in den uns zugeteilten Sitzbänken auf unseren zukünftigen Mitschüler –, so schrie, dass mich sein Schreien an das furchterregende Zwillen eines Schweins erinnerte, das, festgebunden mit einem kotbeschmierten Strick am Oberkiefer, aus dem Stallglitsch in den Hof hinausgezogen wurde, worauf zwei stark behaarte menschliche Hände den geladenen silbernen Bolzenschussapparat, den „Buffer“, wie wir ihn nannten, an den Schädel des sich gegen den Hofboden stemmenden, widerstrebenden Schweins hielten, der Menschenkörper zurückfuhr, das Schwein zusammensackte, der zappelnde dicke Fleischwanst mit hocherhobenen Beinen vor dem Misthaufen lag, mit einem großen Küchenmesser in seinen Hals gestochert und das fingerdick warm herausströmende, in die Waschschüssel, über der sich am Wochenende mit einer Terpentinseife, auf der ein Hirsch aufgedruckt war, die Kinder die Achselhöhlen wuschen, schäumende Schweinsblut von der taubstummen Magd aufgefangen wurde, und während ich in der Henselstraße vor dem Haus von Ingeborg Bachmann stehe und auf den Rosenstrauch an der rosaroten Hausmauer schaue, mir die sich gegen den schwarzen Ölboden stemmenden Füße des weinenden und zwillenden Kleindienst Gerhard vorstelle, der von zwei Erwachsenen, von seiner Mutter und von dem Augengläser tragenden Lehrer, in die Klasse hineingezogen werden musste, fallen mir auch die Worte meines inzwischen dreizehnjährigen, damals siebenjährigen Sohnes ein, der sich auch am zweiten Schultag gegen die Türschwelle der Schule stemmte und flehentlich sagte: „Ich möchte nicht in die Schule gehen, ich möchte Schriftsteller werden!“
3. „Kinder legen alte Worte ab und neue an“, steht in der Prosa „Jugend in einer österreichischen Stadt“ – einer Stadt, die Ingeborg Bachmann in dieser Geschichte nur einmal mit dem Buchstaben „K“ identifiziert. Immer noch vor dem Haus von Ingeborg Bachmann stehend, auf die Blüten des hoch am Gemäuer aufragenden und die Gedenktafel verdeckenden Rosenstrauchs und wieder sehnsuchtsvoll nach rechts auf den am Gartentor des Nachbarhauses hängenden Schildpattkranz schauend, erinnerte ich mich an einen Herbsttag – damals, wann war das? –, als ich, aus Klagenfurt kommend, in meinem Heimatdorf Kamering meinen Freund, den Schneidersohn besuchte, in die nach Stoffballen und Zigaretten riechende, großräumige Küche hineinging, in der seine Mutter an der Singer-Nähmaschine ratterte, sein Vater mit der diskusförmigen, kleinen rosaroten Schneiderkreide den angeschnittenen Stoff markierte, und wir aus dem Radio hörten, dass in Rom die in Klagenfurt aufgewachsene, österreichische Dichterin Ingeborg Bachmann nach einem Brandunfall in ihrer Wohnung ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Das Wort „erlegen“ hatte mich damals, als Jugendlichen, irritiert und erschreckt, die Radiostimme sprach nicht von Tod und Sterben, sondern von „erlegen“. Ich ahnte nur, dass die Dichterin tot war, ich hatte auch nicht den Mut, die Schneiderin zu fragen, was denn das Wort „erlegen“ überhaupt bedeutet. In dieser Radiomeldung war auch davon die Rede, dass Ingeborg Bachmann unter Drogen gestanden haben soll, Alkohol und Tabletten eingenommen habe und mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen sei, die schließlich einen Schwelbrand auslöste. Ribiselsaft schlürfend und mit einer Gabel im Kirschkuchen stochernd, die Kirschkerne in unsere Hände spuckend, schauten wir in der Schneiderwerkstatt mit Gänsehaut immer wieder aufs kleine Kofferradio, warteten, begleitet von den Morsezeichen der ratternden Singer-Nähmaschine, die nächste volle Stunde ab, um dieselbe Meldung mit neuen Details und vielleicht auch noch einmal das Wort „erlegen“ zu hören, das wir bis dahin nicht einmal vom Hörensagen kannten.
4. „Noch lieber sind sie unter sich, nisten sich auf dem Dachboden ein und schreien manchmal im Versteck, um ihre verkrüppelten Stimmen auszuprobieren. Sie stoßen leise kleine Rebellenschreie vor Spinnennetzen aus.“ Erlegen, um es so zu sagen, erlegen, sage ich und befühle mit der durchstochenen, vernarbten Zunge meinen Gaumen mit Groll und Verzweiflung, denn ich sehe zappelnde Kinderbeine auf dem Asphalt vor mir, erlegen in dieser Stadt, in der ich auch schon mein zweites Jahrzehnt verbringe und in der Ingeborg Bachmann in der Henselstraße aufgewachsen ist, seinen Verletzungen erlegen ist auch der neunjährige Lorenz Woschitz, vor zwei Jahren, als einem größenwahnsinnig gewordenen Bürgermeister und einem ebenso größenwahnsinnigen Landeshauptmann, den beiden Hausherren der Stadt K. und des Landes K., in den Kopf gestiegen war – der eine hat später, schwer alkoholisiert, aus seinem mit dreifach überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Auto ein beim Aufprall mehrfach sich überschlagendes Geschoß gemacht –, für drei Fußballspiele, für viereinhalb Stunden Fußball also, ein gigantisches Fußballstadion in dieser Kleinstadt zu bauen. Der neunjährige, gerade aus der Schule kommende Lorenz Woschitz, der auf dem Heimweg war, wurde in Klagenfurt an einer Kreuzung – damals ein Dreivierteljahr lang eine ein paar hundert Quadratmeter große Baustelle –, die er auf einem Zebrastreifen bei Grün überquerte, von einem Lastwagen überfahren und getötet. Um das neue Fußballstadion schneller fertig bauen zu können, in dem im Juni 2008 in Klagenfurt drei Europameisterschaftsspiele stattfanden, wurde von dieser Kreuzung, an der sich der tödliche Unfall ereignete, immer wieder Personal zu Arbeiten ins Fußballstadion abgezogen, manchmal sah man wochenlang keine Arbeiter auf dieser mit Verkehrstafeln und Hindernissen vollgepflasterten, die Autofahrer irritierenden Kreuzung, und so haben die verantwortlichen Straßenbauer, die Sensenmänner von Klagenfurt, wie ich sie nenne, schließlich den Tod eines Schulkindes buchstäblich aus dem Asphalt gestampft. Von einem Omnibus aus, der im Verkehr ins Stocken geraten war, sahen Schulkinder den sterbenden, noch mit den Beinen zappelnden, neunjährigen Lorenz Woschitz auf dem Asphalt liegen, in der Radetzkystraße, wenige hundert Meter von der Henselstraße entfernt, in der Ingeborg Bachmann im Haus mit der Nummer 26 Kindheit und Jugend verbracht hat. „Die Kinder haben keine Zukunft“, steht in der Prosa „Jugend in einer österreichischen Stadt“. „Sie fürchten sich vor der ganzen Welt. Sie machen sich kein Bild von ihr, nur von dem Hüben und Drüben, denn es lässt sich mit Kreidestrichen begrenzen. Sie hüpfen auf einem Bein in die Hölle und springen mit beiden Beinen in den Himmel.“
5. Diese Stadt Klagenfurt, die sich seit über 30 Jahren, jährlich im Juni, in der Zeit der Lindenblüte, als deutschsprachige Literaturhauptstadt feiern lässt, ist wohl die einzige Stadt Mitteleuropas mit 100.000 Einwohnern, in der es keine eigene Stadtbibliothek gibt, in einem Land, in dem der damalige, inzwischen eingeäscherte Landeshauptmann gemeinsam mit dem röm.-kath. Parteivorsitzenden der sogen
annten christlich-sozialen Vol

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