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Ein Jahr LH Dörfler: Der Mann mit dem Hang zum Fettnapf

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Nach dem geschmacklosen Negerwitz setzte der Lei-Lei-Landeshauptmann (siehe Kappel) im Fasching noch eine Peinlichkeit drauf

* Knapp ein Jahr ist es her, dass der Landtag
Gerhard Dörfler zum LH gewählt hat. Die großen politischen Highlights sind seither
ausgeblieben, dennoch ist Dörfler Dauergast in den Schlagzeilen wenn auch nur
mit seinen verbalen Ausrutschern und geschmacklosen Witzen.

* Unmittelbar nach dem Tod Haiders kam es zu
einem offenen Konflikt mit dem Kabarett-Duo Stermann & Grissemann. Sie
hatten sich über den TV-Auftritt von Stefan Petzner lustig gemacht, weshalb
Dörfler gleich ein Auftrittsverbot forderte. Die Folge waren Drohungen gegen
die Satiriker, was tatsächlich zu einer Absage eines Auftritts führte. So viel
zur Freiheit der Kunst in Kärnten.

* Dörflers Versuche, selbst witzig zu sein,
gingen dagegen voll in die Hose. Ein geschmackloser Negerwitz im Beisein von
Entertainer Roberto Blanco und ein beleidigender Polizistenwitz, mit dem er
allen Beamten jegliche Intelligenz absprach, führten zu heftigen Reaktionen.

* Fast schon Kult sind Dörflers peinliche
Auftritte in der ATV-Sendung „High Society“. Der Landeshauptmann ließ
sich von Moderator Dominic Heinzl mit einfachsten Mitteln aufs Glatteis führen
und wollte auch ihn dafür des Landes verweisen. Auslöser: Heinzl soll Dörflers
Ehefrau angerempelt haben, was später via Bildmitschnitt widerlegt werden
konnte.

* Der Moderator wagte sich erneut ins Land,
und Dörfler tapste ins nächste Fettnäpfchen: Vor laufender Kamera lieferte er
sich beim Beachvolleyball ein Duell mit Erzfeind Heinz-Christian Strache –
ausländerfeindliche Untertöne inklusive. Zu sehen ist der peinliche Auftritt
auf der Online-Plattform YouTube. Unterhaltungsfaktor: sehr hoch.

* Die wohl größte Watschn kassierte der orange
Landeshauptmann aber von der Staatsanwaltschaft. Im Zusammenhang mit der
Ortstafelverrückung bescheinigte ihm die Anklagebehörde, dass er zwar das Recht
„penetrant missachtet“ habe, aber eben „die strafrechtliche
Tragweite“ seiner Handlungen nicht einschätzen konnte. Heißt, dass der
höchste Politiker im Land nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann.

* Die Beziehungen zu Slowenien und der in
Kärnten lebenden Minderheit sind aber sowieso ein ganz eigenes Kapitel. So
schwänzte der Landeshauptmann auch eine Gedenkfeier für die Opfer des KZ Loibl,
weil er sich lieber Urlaub gönnte.

* Selbst wenn Dörfler seine Großtaten für die
slowenische Minderheit hervorheben will, steht er wieder bis zur Hüfte im
Fettnapf. Dörfler behauptete, dass der Name des zweisprachigen Kindergartens in
Völkermarkt, Kekec, auf Deutsch Papagei bedeute. Tatsächlich ist Kekec eine
slowenische Comic- und TV-Figur, heißt so viel wie kleiner Bengel. Übrigens:
Papagei wird mit Papiga übersetzt.

* Und als wäre das noch nicht genug, kommen
ständige Differenzen mit BZÖ-Parteichef Uwe Scheuch und Dörflers antiquiertes
Frauenbild – Stichwort: Brennnesselsuppe – hinzu. Offenbar hat Dörfler nicht
nur Probleme mit der strafrechtlichen Tragweite seiner Handlungen, sondern auch
mit der politischen Tragweite.

———–

Wie geht es Ihnen – werte MitbürgerInnen und Mitbürger?
Egal, ob Sie den Orangenhain gewählt haben oder nicht.
Mir ist es jedenfalls unangenehm, und ich muss mich oft schämen, wenn
ich jenseits unserer Grenzen auf diese Tölpel im Land angesprochen
werde. Kurz gesagt: Eine untragbare Truppe ist auf Grund Ihres Wissens,
Ihres Könnes und Ihrer Kompetenz unfähig, diese kleine Land Kärnten zu
regieren, bzw. zu gestalten.

Wenn
Präpotenz, Unwissen, Dummheit und Macht sich vereinen, kann man von
einer gefährlichen Situation sprechen – denn womit schicken wir unseren
Nachwuchs los ?!

(Meinung von Raimund Spöck)

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