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"Der tägliche Fasching"

Kärnten ist uns lieb und wert. Und teuer. Mit Politikern, die keiner ernst nimmt.

Wien (OTS) – Wenn demnächst die Steuern erhöht werden und Österreich nicht mehr ein Hochsteuerland, sondern ein Höchststeuerland sein wird, dann darf auch das Land Kärnten wieder in den großen Steuertopf greifen. Das freut uns besonders, weil ja Kärnten ohnehin für rund 18 Milliarden Euro aus der Hypo-Affäre haftet, die es nie aufbringen könnte. Und der dortige Landeshauptmann braucht auch wieder grüne Scheine, die er nach Gutsherrenart verteilen wird.
ÖVP-Obmann Seppi Martinz konzentriert sich in der Zwischenzeit auf den Prozess, der ihm droht, weil ein Steuerberater sechs Millionen
Euro kassieren durfte. Was war dessen Leistung wirklich wert? Circa 3 Prozent davon. Klingt also nach Untreue, über die demnächst
verhandelt werden soll. Aber Martinz tritt sozusagen nur vorübergehend als Landesrat zurück, was nach allen Regeln der Verfassung zumindest sonderbar klingt.
Der in 1. Instanz zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilte Uwe Scheuch blieb im Amt. Er wollte Geld für eine Staatsbürgerschaft, „part of the game.“
So finanzieren wir Tag für Tag einen Villacher Fasching, der schon einen Abend lang schwer zu ertragen ist.
Aber solange wir Double A haben, wollen wir uns das leisten.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/260


Und wenn man auf die website standard.at geht, ist das von Kärnten chronologisch zu lesen:

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